02.04.2013

Patentprozess in Indien - Novartis verliert entscheidenden Patentstreit


[spiegel / 01.04.2013] Der Pharmariese Novartis verliert eine Patentklage für ein Krebsmedikament in Indien - mit möglicherweise globalen Folgen: Günstige Generika könnten nun in die ganze Welt exportiert werden. Ärzte ohne Grenzen und andere Nichtregierungsorganisationen feiern das Urteil als Durchbruch.
Generikahersteller begrüßten das Urteil. Die Anwältin des Pharmaherstellers Cipla, Pratibha Singh, sprach von einem "Präzedenzfall". Das Gericht habe entschieden, dass "Patente nur für wirkliche Erfindungen erteilt werden, wiederholtes Patentieren wird nicht erlaubt". Madineedi Adinarayana, Geschäftsführer in Rechtsangelegenheiten beim Generikaunternehmen Natco, sprach von einem "großen Sieg". "Davon profitieren nicht nur wir, sondern auch alle armen Menschen, die auf billige Medikamente angewiesen sind."
weiter


Verwandte Beiträge:

Liste mit 136 Firmen aufgetaucht - Die Zypern-Connection schaffte ihre Euro-Millionen ins Ausland / Zypern bürdet Bevölkerung heftiges Sparpaket auf

[focus / 01.04.2013] Die Kapitalflucht aus Zypern hat enorme Ausmaße: Nicht nur die Familie des zyprischen Präsidenten, auch 136 Firmen sollen ihr Vermögen ins Ausland geschafft haben, ehe die Zwangsabgabe zur Banken-Rettung beschlossen wurde. Das belegt eine neue Liste.
weiter

[homment] List With 132 Names Who Pulled Billions Of Cyprus Deposits Ahead Of "Confiscation Day"
weiter

Finanzkrise: Zypern bürdet Bevölkerung heftiges Sparpaket auf
[spiegel / 02.04.2013] Steuern rauf, Löhne runter: Zypern steht kurz vor Abschluss seines Sparpakets. Staatsbetriebe werden demnach verkauft, die umstrittene Unternehmensteuer steigt, Gehälter und Renten werden gestutzt.
weiter

01.04.2013

EU erwartet Aufklärung von Interessenskonflikten im Zusammenhang mit Risikobewertung von gentechnisch veränderten Insekten

[keine-gentechnik / 27.03.2013] Der Ombudsmann der Europäischen Union erwartet eine Aufklärung von Interessenskonflikten im Zusammenhang mit der Risikobewertung von gentechnisch veränderten Insekten. Bis Ende Juni muss die zuständige Lebensmittelbehörde EFSA nun eine Stellungnahme abgeben. Vorausgegangen war eine Beschwerde der britischen Organisation Gene Watch. Sie kritisiert, dass Mitarbeiter eines Unternehmens, das Gentechnik-Insekten vermarkten will, gleichzeitig in einem Gremium der Behörde sitzen.
Mitte April will die EFSA die Richtlinien für die Bewertung von Risiken, die von gentechnisch veränderten Tieren ausgehen können, verabschieden. Doch diese wurden keineswegs nur von offiziellen Sachverständigen erarbeitet. In einer Arbeitsgruppe, die sich mit transgenen Insekten beschäftigt, waren auch die Entwickler derselben beteiligt. Darauf hatte Gene Watch bereits im letzten Herbst hingewiesen. So war der Gründer der Firma Oxitec, die beispielsweise Olivenfliegen gentechnisch verändert hat, von der EFSA zur Teilnahme als „Experte“ eingeladen.
weiter

GM insects in food, environment: European Ombudsman investigates conflicts-of-interest at EU regulator 
[genewatch / 26.03.2013] EFSA's Working Group on GM Insects, which helped to develop the proposed rules, includes a researcher at Oxford University who is being funded by the UK Biotechnology and Biological Sciences Research Council (BBSRC) to work with UK company Oxitec on developing GM insect regulations. Oxford University is an investor in the company and would profit if commercial releases of GM insects were to be approved. At least four other members of the Working Group have current or past links with Oxitec, having worked on joint research projects or co-authored papers, and two further members work for the International Atomic Energy Agency (IAEA)'s programme on the use of GM insects.
weiter

Der Einfluss der Gentechnik-Lobby - Wie Brüssel die Verbraucher täuscht [BR]

Viele Tiere werden in Deutschland mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert. Doch auf den Fleischverpackungen später steht nichts davon. Das will die EU-Kommission so. Sie scheint besonders Gentechnik-freundlich und kommt den Lobbyisten jetzt sogar noch mehr entgegen. Die Kommission will erlauben, dass auch ungeprüfte und nicht zugelassene gentechnisch veränderte Pflanzensorten in Futtermittel vorkommen können. Und damit nicht genug: report MÜNCHEN deckt auf, dass die EU schon jahrelang in Kauf nimmt, dass gentechnisch veränderter Mais - ohne Zulassung - nach Europa kommt

Der Einfluss der Gentechnik-Lobby Wie Brüssel die Verbraucher täuscht [Manuskript]
weiter


Verwandte Beiträge:

Islands Verfassungsexperiment ist so gut wie gescheitert / Der etwas andere Rettungsschirm der Isländer

[verfassungsblog / 29.03.2013] Das wohl ambitionierteste Demokratieexperiment der jüngeren europäischen Verfassungsgeschichte hat vorläufig sein Ende gefunden – und kein gutes. Das Parlament wird in dieser Legislaturperiode, die Ende April endet, nicht mehr über den Entwurf des Verfassungsrates abstimmen. Damit sind die Chancen, dieses einzigartige Experiment tatsächlich zum Erfolg zu führen, auf nahezu Null gesunken.
weiter

Putsch: Iceland‘s crowd-sourced constitution killed by parliament
[verfassungsblog / 30.03.2013] Following its spectacular plunge from grace in 2008 when its banking system crashed, inflicting huge damage on foreign creditors as well as on local residents, Iceland caught attention for trying to come to grips with what happened by bringing court cases against bankers and others allegedly responsible for the crash as well as for inviting the people of Iceland and its directly elected representatives to draft a new post-crash constitution designed inter alia to reduce the likelihood of another crash.

In sum, it was clear that in a secret ballot the constitutional bill would never have had a chance of being adopted by parliament, not even after the national referendum on the bill on 20 October 2012 where 67% of the electorate expressed their support for the bill as well as for its main individual provisions, including national ownership of natural resources (83% said Yes), direct democracy (73% said Yes), and ‘one person, one vote’ (67% said Yes). But the parliament does not vote in secret. In fact, 32 out of 63 members of parliament were induced by an e-mail campaign organized by ordinary citizens to declare that they supported the bill and wanted to adopt it now. Despite these public declarations, however, the bill was not brought to a vote in the parliament, a heinous betrayal – and probably also an illegal act committed with impunity by the president of the parliament. Rather, the parliament decided to disrespect its own publicly declared will as well as the popular will as expressed in the national referendum by putting the bill on ice and, to add insult to injury, hastily requiring 2/3 of parliament plus 40% of the popular vote to approve any change in the constitution in the next parliament, meaning that at least 80% voter turnout would be required for a constitutional reform to be accepted in the next session of parliament.
weiter

Thorvaldur Gylfason
Thorvaldur Gylfason is a professor of Economics at the University of Iceland and was a member of the Constitutional Council.

Der etwas andere Rettungsschirm der Isländer - "Wer spekuliert, trägt das Risiko"
[dradio / 26.03.2013] Als der isländische Premierminister Geir Haarde im Oktober 2008 seine Rede an die kleine Nation mit "Gott schütze Island" beendete, hatte er seine Landsleute gerade darüber informiert, dass Island und damit alle 300.000 Isländer pleite waren.
weiter

Greg Palast - How George Bush won the war in Iraq - really! (f you thought it was "Blood for Oil" -- you're wrong. It was far, far worse)

An infographic produced by the author presenting the Iraq war's secret history. Click to enlarge.


[gregpalast / 29.03.2013] Because it was marked "confidential" on each page, the oil industry stooge couldn't believe the US State Department had given me a complete copy of their secret plans for the oil fields of Iraq. Actually, the State Department had done no such thing. But my line of bullshit had been so well-practiced and the set-up on my mark had so thoroughly established my fake identity, that I almost began to believe my own lies
The key was in the flow chart on page 15, Iraq Oil Regime Timeline & Scenario Analysis: "...A single state-owned company ...enhances a government's relationship with OPEC."

And that's how George Bush won the war in Iraq. The invasion was not about "blood for oil", but something far more sinister: blood for no oil. War to keep supply tight and send prices skyward.

Oil men, whether James Baker or George Bush or Dick Cheney, are not in the business of producing oil. They are in the business of producing profits.

And they've succeeded. Iraq, capable of producing six to 12 million barrels of oil a day, still exports well under its old OPEC quota of three million barrels. The result: As we mark the tenth anniversary of the invasion this month, we also mark the fifth year of crude at $100 a barrel.

As George Bush could proudly say to James Baker: Mission Accomplished!
weiter


Verwandte Beiträge:

Die neue Asien - Strategie der USA: Japanische Reaktionen und Perspektiven

[swp-berlin / 2012] Der asiatisch-pazifische Raum rückt stärk er in den Fokus amerikanischer Außenpolitik. Während Washington seine Aufmerksamkeit in den letzten Jahren auf den Mittleren Osten konzentrierte, hat für Präsident Barack Obama Asien–Pazifik nun höchste außenpolitische Priorität. In einer viel beachteten Rede vor dem australischen Parlament in Canberra am 17. November 2011 äußerte er die Absicht, den sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Einfluss seines Landes in dieser Region auszubauen. Diese Ankündigung ließ bei etlichen chinesischen Experten Befürchtungen aufkommen , Washington wolle gegenüber dem Reich der Mitte auf eine Strategie der konfrontativen Eindämmung umschwenken . Doch wie bewertet Japan, Amerikas Bündnis - und wichtigster Wertepartner der Region, Washingtons neue Asien - Strategie?
Übereinstimmend bewerten japanische Beobachter Obamas neue Asien-Strategie als Reaktion auf die aufstrebende und zunehmend selbstbewusste Macht China. Uneinig ist man sich indes, ob in der amerikanischen Politik gegenüber dem Land der Mitte kooperative oder konfrontative Elemente überwiegen. Während manche Autoren argumentieren , dass Peking konstruktiv in multilaterale Gespräche eingebunden werden soll, machen andere eine Strategie der » Einkreisung « mittels sicherheitspolitischer Zusammenarbeit zwischen den USA und verschiedenen asiatischen Ländern aus.
weiter


Verwandte Beiträge:

30.03.2013

Plagiagsaffäre - Richter begründen Koch-Mehrins Titelverlust

[zeit / 28.03.2013] Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat Anfang März eine Klage der FDP-Politikerin Koch-Mehrin gegen den Entzug ihres Doktortitels abgewiesen. Nun liegt die Begründung vor.
weiter

Universität Heidelberg: Entscheidungsgründe der erfolglosen Klage einer FDP-Politikerin gegen Aberkennung ihres Doktorgrades liegen vor 
[vgkarlsruhe / 28.03.2013] Mit Urteil vom 04.03.2013 hat die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Karlsruhe die Anfechtungsklage einer FDP-Politikerin gegen die vom Promotionsausschuss der Philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg verfügte Entziehung ihres Doktorgrades abgewiesen (siehe Pressemitteilung vom 06.03.2013). Die Begründung dieser Entscheidung ist den Beteiligten nunmehr zugestellt worden.
weiter