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05.09.2013

Rewe legt Leitlinie für gentechnikfreie Futtermittel vor / Rewe: Leitlinie für Soja als Futtermittel [PDF]

[ohnegentechnik / 04.09.2013] Der Einzelhandelskonzern Rewe Group hat Leitlinien für Futtermittel vorgelegt. Diese gilt für tierische Produkte, die in den Märkten der Rewe Group (Rewe, Penny und toom) als frische Eigenmarken verkauft werden. Das Tierfutter soll zunehmend aus Europa kommen – man sei aber auf „absehbare Zeit“ noch auf Soja aus Südamerika angewiesen. Dieses dürfe jedoch nicht gentechnisch verändert sein.
Je nach Tierart sei es unterschiedlich leicht, auf gentechnikfreie Futtermittel umzustellen, so Rewe. Bei Kühen und Schafen sei dies aus biologischen Gründen schneller möglich als bei Schweinen und Hühnern. Deshalb werde für jede Spezies ein eigener Zeitplan erarbeitet. Wie die Erzeugnisse im Supermarkt genau kenntlich gemacht werden, ist noch nicht bekannt.

Rewe geht in seinen Leitlinien auch auf die allgemeinen Auswirkungen des großflächigen Sojaanbaus ein. Dieser gehe „vielfach zulasten artenreicher Ökosysteme oder kleinbäuerlicher Strukturen“. Deshalb fördere Rewe „eine sukzessive Substitution von aus Südamerika importiertem Sojaschrot durch europäische Eiweißquellen“, beispielsweise Leguminosen wie Ackerbohnen.
Daher habe der Konzern den Verein Donau-Soja mitgegründet, der sich für den Anbau von gentechnikfreier Soja in den europäischen Ländern entlang des Flusses einsetzt. Weil solche Umwälzungen nicht schnell zu machen seien, müsse jedoch „auch zukünftig ein großer Teil der Eiweißfütterung auf Basis des aus Übersee importierten Sojas beruhen.“
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Rewe: Leitlinie für Soja als Futtermittel [PDF]
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03.09.2013

Wissen in Bildern - Welche Konzerne hinter Produktmarken stecken [Grafik]


[zeit / 03.05.2013] Die Vielfalt täuscht: Zwar gibt es weltweit Millionen von Produktmarken, dahinter stehen aber nur wenige Konzerne. Oft finden sich vermeintliche Konkurrenten unter einem Dach, etwa die Katzenfuttermarken Whiskas und Kitekat. Wir zeigen die 16 umsatzstärksten Unternehmen, die uns Lebensmittel, Getränke, Tabakwaren, Kosmetika und Reinigungsmittel verkaufen
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06.04.2013

Die Jagd nach Land - Das globale Geschaeft mit fruchtbarem Boden [Doku] [ARD]


Boden ist ein traditionsreiches Gut und seit Menschengedenken Quelle unserer Ernährung. Doch vor allem seit der Wirtschaftskrise 2008 entwickelt sich eine neue, globale Tendenz der Ausbeutung.

Nun drängt sich auch Kapital aus der Finanzwelt massiv in Acker- und Grünland, denn Anleger suchen mehr denn je nach Investitionen, die eine sichere Rendite bringen – und Agrarflächen bieten dieses Potenzial.

Nutzbare Flächen haben sich auf der ganzen Welt seit den 60er Jahren halbiert – gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung und braucht Lebensmittel. Bei schrumpfendem Angebot steigt die Nachfrage exponentiell. Eine fantastische Investitionsmöglichkeit und "ein Makrotrend, der sich hier für Investoren erschließt", erklärt Detlef Schön, CEO der Agrofonds von Aquila Capital.

Welche gesellschaftlichen Folgen hat das Eindringen der Finanzwelt in die Landwirtschaft nicht nur global, sondern auch in Deutschland? Ist das Geschäft mit dem Land überhaupt ethisch vertretbar? Und: Gibt es einen möglichen Ausweg?


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20.03.2013

Die verlorene Kunst der Chirurgie - Zerstörung einer menschlich orientierten Medizin durch ökonomische Habgier

[FR / 16.03.2013] Explodierende Gesundheitskosten? Keineswegs. Doch die Orientierung an Bilanzen führt zur Zerstörung einer menschlich orientierten Medizin durch ökonomische Habgier.

Es ist inzwischen allgemeiner Konsens, dass unser Gesundheitswesen auf eine Art Zusammenbruch zusteuert. Konsens ist, dass wir mit einer Kostenexplosion konfrontiert sind, und Konsens ist, dass die immer älter werdende Bevölkerung immer höhere Kosten der gesundheitlichen Versorgung verursachen wird. Man kann das aber auch ganz anders sehen. Ich behaupte, dass es keine Kostenexplosion im Gesundheitswesen gibt, und dass es auch noch nie eine gegeben hat. Die Ausgaben für das Gesundheitssystem sind in unserem Land seit Jahrzehnten konstant. Sie betragen zehn bis zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts mit minimalen Ausschlägen nach oben oder unten.
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Frontal 21 - Was taugen die Fischfangquoten [ZDF] / MSC Gütesiegel mit Geschäftsinteressen [ZDF] / Einkaufsratgeber - Fisch [PDF]


Fisch wird immer beliebter bei den Deutschen. Und natürlich wollen alle, dass es beim Fischfang ökologisch sauber zugeht. Doch die Realität auf hoher See sieht oft ganz anders aus.

Super trawler ban dispute to go to trial 
[abc / 15.03.2013] The Federal Government will go to trial to defend accusations it improperly banned a super trawler from operating in Australian waters. Seafish Tasmania brought the ship to Australia last year to work an 18,000 tonne quota awarded by the Fisheries Management Authority. After a public outcry, Parliament passed legislation imposing a two-year ban on the ship.
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MSC Gütesiegel mit Geschäftsinteressen (Frontal21 08.05.2012) 
[Youtube] Die meisten Deutschen wollen Fisch und greifen zu Produkten mit dem Siegel des MSC. Vor 15 Jahren haben der WWF und Unilever das Siegel etabliert. Doch: Das Siegel hält nicht, was es verspricht.
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MSC Deutschland - Stellungnahme zum Beitrag über das MSC-Siegel in der TV-Sendung Frontal21 
[presseportal/ 09.05.2012] Der MSC widerspricht der Aussage in Frontal21, dass etwa ein Drittel der Fischbestände, die von MSC-zertifizierten Fischereien befischt werden, zu klein sind und zu hart befischt werden. Zertifizierungen nach MSC-Standard erfolgen auf Basis der Definitionen für 'überfischt' und 'Überfischung' wie sie von der Welternährungsorganisation (FAO) niedergeschrieben sind.
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Greenpeace Ratgeber 2013 - Welcher Fisch darf auf den Teller? [PDF]
  • Einkaufsratgeber - Fisch (Einzelseiten) weiter
  • Fischratgeber 2013 - Erläuterungen (doppelseitig) weiter

13.03.2013

Foodwatch kritisiert Ministerin Aigner - Verbraucherbildung mit freundlicher Hilfe von McDonald's

[tagesschau / 12.03.2013] Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch kritisiert Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner für das geplante "Bündnis für Verbraucherbildung". Es soll Schüler über verantwortlichen Konsum informieren. Kritikpunkt von Foodwatch: Dem Bündnis gehören auch Unternehmen wie die Fastfoodkette McDonald's oder die Handelsketten Edeka und Metro an. "Unverfrorener kann man den Bock nicht zum Gärtner machen", so der stellvertretende Geschäftsführer von Foodwatch, Matthias Wolfschmidt.
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Aigner bringt McDonald's in die Schule
[foodwatch / 12.03.2013] Weil an den Schulen zu wenig Ernährungsbildung gelehrt wird, will ein Bündnis gegensteuern. Unterstützt von Verbraucherministerin Ilse Aigner, sind auch Wirtschaftsverbände und Unternehmen an Bord: McDonald's und Edeka zum Beispiel, die bislang eher als Experten für Fast Food und Quengelkassen aufgefallen sind. 
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[foodwatch] Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion an Frau Aigner und die Chefs der Stiftung Verbraucherschutz!
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11.03.2013

Bundesverband Deutsche Tafel e.V. zieht Bilanz - Tafeln sind kein Ersatz für den Sozialstaat

[strassenfeger / 03.03.2013] Der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. hat die Politik zu einer gerechten Sozial- und Steuerpolitik aufgefordert. Auf dem Bundestafeltreffen, das vom 21.-23. Juni in Suhl stattfand, konstatierte der Bundesverband, dass die konjunkturellen Erfolgsmeldungen über das wahre Ausmaß der Armut in Deutschland hinwegtäuschen. Die Zahl der hilfebedürftigen Arbeitnehmer und Rentner nehme stetig zu. Das mache sich auch bei den Tafeln bemerkbar.
G. H.: Die Liste der politischen Fehler und Versäumnisse der letzten Jahre ist lang.
Hier einige Beispiele: Die HartzIV-Regelsätze für Kinder werden nach wie vor nicht bedarfsbezogen berechnet, das Elterngeld für HartzIV-Empfänger wurde gestrichen, die Mittel für berufliche Eingliederungsmaßnahmen für Hartz-IV-Bezieher wurden stark gekürzt. Ein ausreichendes Angebot an Kita-Plätzen gibt es nicht. Ein kostenloses warmes Mittagessen für alle Kita- und Schulkinder? Fehlanzeige! Das Bildungs- und Teilhabepaket kommt bei etwa der Hälfte der Kinder gar nicht an. Zu bürokratisch das Antragsverfahren, zu knapp bemessen die Zuschüsse.
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07.03.2013

Die Welt nach Fukushima [Doku [Arte] / Ärzte-Organisation IPPNW legt sich mit WHO an - Krebsrisiko in Japan stark gestiegen

Die Unfallserie im Kernkraftwerk von Fukushima wurde durch ein Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami am 11. März 2011 ausgelöst. Doch wie konnte es zu einer nuklearen Katstrophe kommen? Die entscheidenden Gründe hierfür scheinen in einer unzureichenden Anwendung der Kernenergie und in den Organisationsstrukturen der Kraftwerke zu liegen.

Das Erdbeben und seine fatalen Folgen haben lediglich die Schwachstellen eines überheblichen Systems ans Licht gebracht. Angesichts der Katastrophe und der durch sie freigesetzten gefährlichen radioaktiven Strahlung, deren Ende nicht absehbar ist, ergeben sich viele Fragen zum Super-GAU von Fukushima, zur Kernkraft im Allgemeinen sowie zur Verantwortung der Betreiber, der Angestellten, der Regierungen und der Medien.

Der Dokumentarfilmer Kenichi Watanabe stützte sich bei seinen Recherchen auf Untersuchungen vor Ort, auf Berichte der betroffenen Familien und der Anwohner, auf Interviews mit Politikern, Ärzten, Historikern, Soziologen und Schriftstellern. Sein Fazit ist niederschmetternd und veranlasst zu überaus alarmierenden Bedenken hinsichtlich der Erbschaft, die zukünftige Generationen werden antreten müssen.

Ärzte-Organisation IPPNW legt sich mit WHO an - Krebsrisiko in Japan stark gestiegen
[FR / 07.03.2013] Man muss kein Wissenschaftler sein, um sich über die These zu wundern: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vertrat kürzlich die Auffassung, dass die Reaktorkatastrophe in Fukushima vor genau zwei Jahren für die japanische Bevölkerung praktisch keine gesundheitlichen Auswirkungen hat. Nur in unmittelbarer Umgebung des Reaktors sei das Krebsrisiko leicht gestiegen, hieß es in einem Ende Februar vorgestellten Bericht.
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21.02.2013

Das neue, von der EU vorgeschriebene Kältemittel für Autoklimaanlagen ist gefährlich

[presseportal / 21.02.2013] Das neue, von der EU vorgeschriebene Kältemittel für Autoklimaanlagen ist gefährlich: Wie das Magazin GEO in seiner März-Ausgabe meldet, ist es nicht nur giftig, sondern leicht entzündlich und entweicht, biologisch kaum abbaubar, in die Atmosphäre. Deshalb erhebt die schweizerische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa schwere Bedenken gegen R-1234yf beziehungsweise Tetrafluorpropen. Der Stoff wird per Dekret seit Januar 2013 in Klimageräten von Neuwagen eingesetzt, nachdem die EU den Vorgänger, das klimaschädigende Tetrafluorethan, aus dem Verkehr gezogen hat.
Bislang hat nur die Daimler-AG die Einführung von Tetrafluorpropen verweigert.
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18.02.2013

Geplante Verordnung - EU will Arzneimittelversuche an Menschen erleichtern

Werden die Standards bei Arzneimitteltests am Menschen bald niedriger sein als bei Tieren? Das befürchten Kritiker, sollte sich die EU-Kommission mit ihrem Vorschlag durchsetzen: Sie plant eine Verordnung, die die Hürden bei Versuchen am Menschen senken soll. Nutznießer wäre die Pharmaindustrie. Ethiker und Ärzte sind empört.
Die Europäische Kommission behauptet, das bisher hohe Schutzniveau habe zur Behinderung der Forschung geführt, die Zahl der klinischen Prüfungen in der EU sei von 2007 bis 2011 um 25 Prozent zurückgegangen. Es handelt sich freilich um den Zeitraum, in dem wegen der Wirtschaftskrise Investitionen weltweit eingebrochen sind.
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05.02.2013

Mythos Aspirin [Doku] [NDR]


[NDR / 04.02.2013] Aspirin ist das bekannteste Schmerzmittel auf der Welt. 776 Millionen Euro setzt der Bayer-Konzern jährlich damit um. Es ist einfach herzustellen oder zu kopieren, viele Menschen wenden es nach einer durchzechten Nacht oder bei leichtem Unwohlsein an oder bekämpfen lästige Dauerschmerzen damit. Es ist frei verkäuflich in den Apotheken, man braucht kein Rezept dafür und kann daher so viel davon nehmen, wie man will. Wird das Schmerzmittel zu leichtfertig genommen und werden die Nebenwirkungen unterschätzt?

Wie gefährlich ist Aspirin?
[NDR / 11.11.2011] Aspirin Complex, Protect, Effect, Direkt, Coffein, Plus C und Migräne - Aspirin scheint es gegen fast jede Form von Schmerz zu geben. Seit über 100 Jahren ist es der Verkaufsschlager in den Apotheken. Fünf Milliarden Tabletten jährlich produziert Hersteller Bayer am Standort Bitterfeld für den internationalen Markt. Rund 40 Millionen Packungen Aspirin werden jedes Jahr in Deutschland verkauft, mit steigender Tendenz. Für das Pharmaunternehmen bedeutete das im Jahr 2010 einen Riesenumsatz von 776 Millionen Euro weltweit. Aspirin gilt als das erfolgreichste Medikament auf der Erde. Das Problem: Was rezeptfrei zu bekommen ist, gilt für viele Menschen als ungefährlich.
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04.02.2013

Irak - Uranmunition - das strahlende Vermächtnis [ARD] / Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra [Doku]


Im letzten Irak-Krieg verschossen die Alliierten hunderte von Tonnen uranhaltiger Munition. Die panzerbrechende Waffe wirkt noch nach Jahren.

Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra

Es war der deutsche Tropenarzt und Epidemiologe Dr. Siegwart-Horst Günther, der 1991 zum ersten Mal auf die höchst gefährlichen Spätfolgen von sogenannten Uran-Geschossen hingewiesen hatte. Während des Golfkrieges wurde diese Munition von der US-Armee tonnenweise verschossen.

Der Film begleitet Günther und seine amerikanischen Kollegen bei ihren Untersuchungen im Kosovo, in Bosnien und im Irak. Überall dort hatten amerikanische Truppen die gefährliche Uran-Munition eingesetzt. Der Film zeigt bislang wenig bekannte Langzeitfolgen unter denen besonders die Kinder in den Kriegsgebieten zu leiden haben. Nach Ende des jüngsten Irak-Krieges entdeckten die Experten in der Umgebung von Basra kontaminierte Kriegsschauplätze, deren radioaktive Verseuchung die natürliche Erdstrahlung um das 20.000fach übertrifft.

Bereits 1991, nach dem Golfkrieg, waren Prof. Günther im Universitäts-krankenhaus von Bagdad Menschen mit Krankheitssymptomen aufgefallen, die er in den 40 Jahren seiner Arbeit in diesem Land noch nie gesehen hatte. Dabei untersuchte er auch viele missgebildete Säuglinge und Kinder, die meistens nicht lange überlebten und dokumentierte die Fälle. Er diagnostizierte schwere Störungen der Nieren- und Leberfunktion, Krebs sowie genetische Schäden. Nachdem dann bei amerikanischen und britischen Golfkriegsveteranen und ihren Kindern ähnliche Krankheitssymptome auftraten, war für Günther und viele andere Wissenschaftler der Zusammenhang klar. Sie fordern ein umfassendes Verbot dieser Munition, die zur Standard-Bewaffnung der US-Truppen gehört.

Uranmunition, DU-Munition
[Wikipedia] In jüngster Zeit wurden mehrere tausend Tonnen Uranmunition überwiegend in indisch-pakistanischen Grenzkonflikten, in Tschetschenien, während der sowjetischen Intervention in Afghanistan, im Bosnien-Krieg, im Kosovo-Krieg, im Zweiten Golfkrieg und im Irakkrieg eingesetzt. Alleine während eines dreiwöchigen Einsatzes im Irakkrieg 2003 wurden von der Koalition der Willigen zwischen 1000 und 2000 Tonnen Uranmunition eingesetzt.
Über das tatsächliche Ausmaß der Bedrohung herrscht Uneinigkeit. Von Gegnern dieser Waffen, wie der Organisation Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, wird Uranmunition für Krebserkrankungen, Missbildungen[14] und Folgeschäden wie das Golfkriegssyndrom verantwortlich gemacht. Sie führen an, dass Statistiken einen nicht zu übersehenden Anstieg gerade von Haut- und Lungenkrebserkrankungen in betroffenen Kriegsgebieten zeigen.

Nach Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) liegt keine besondere Gefährdung vor.
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Pestizide können Amphibien gefährden - Ergebnisse eines aktuellen Forschungsvorhabens im Auftrag des Umweltbundesamtes

[umweltbundesamt / 01.02.2013] Amphibien sind die weltweit am stärksten gefährdeten Wirbeltiere. Auch in Deutschland steht mehr als die Hälfte der Frösche, Kröten und Molche auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Ergebnisse eines aktuellen Forschungsvorhabens im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) deuten darauf hin, dass der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft mitverantwortlich für den Rückzug der Amphibien ist.

In Versuchen eines Forschungskonsortiums führten Pflanzenschutzmittel schon in anwendungsüblichen Mengen bei Grasfröschen zu Sterblichkeitsraten von 20 bis 100 Prozent. „Amphibien nutzen landwirtschaftliche Flächen als Lebensraum und überqueren sie auf ihren Wanderungen zu den Laichgewässern, “ sagt UBA-Präsident Jochen Flasbarth. „Die Studie zeigt Handlungsbedarf auf. Das Umweltbundesamt hält es für erforderlich, den Schutz der Amphibien in der Produktzulassung, aber auch in der landwirtschaftlichen Praxis stärker zu berücksichtigen.“
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02.02.2013

EU: Gen-Mais MIR 162 zugelassen - Für den Import als Futter- und Lebensmittel

[OekoTest / 31.01.2013] Die Europäische Kommission hat den gentechnisch veränderten Mais MIR 162 für den Import als Futter- und Lebensmittel genehmigt. Der Anbau ist nach wie vor nicht erlaubt. Damit macht die EU den Weg frei für mehr Maisimporte aus Brasilien, USA und Kanada, wo MIR 162 für den Anbau und die Vermarktung zugelassen ist.
Grünen-Bundestagsmitglied Harald Ebner kritisiert, dass die Zulassung eines Gen-Maises eine Woche nach dem Rücktritt des zuständigen EU-Gesundheitskommissars John Dalli "in einem Hauruckverfahren" durchgepeitscht worden ist, obwohl die Risiken des im MIR 162 enthaltenen Insektengiftes für Mensch und Umwelt kaum erforscht seien. Die Genehmigung für den Gen-Mais gilt zunächst bis zum 17. Oktober 2022. MIR 162 ist gegen den Maiszünsler resistent.
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01.02.2013

Publikation: Fleischatlas - Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel / Wasserfakten - Zahlen und Fakten

Deutscher Durchschnittsverbrauch Fleisch 
Grafik: Creative Commons (CC-BY-SA) Heinrich-Böll-Stiftung, BUND, Le Monde diplomatique 

[fuereinebesserewelt] Am 11.1.13 ist der Fleischat­las erschie­nen, den der Bund für Umwelt und Natur­schutz (BUND) in Koope­ra­tion mit der Hein­rich Böll Stif­tung und der Zei­tung ›Le Monde Dopli­ma­ti­que‹ gemein­sam her­aus­ge­bracht hat. In gedruck­ter Ver­sion lag er an die­sem Tag der Zei­tung bei – man kann das PDF aber auch kos­ten­los unter www.fleischatlas.de her­un­ter­la­den. Auf gut 50 Sei­ten gibt es Unter­halt­sa­mes, aber vor allem Fak­ten, Fak­ten, Fak­ten zum Thema Fleisch­ver­zehr, Tier­hal­tung, Agrar­sub­ven­tio­nen und . Wir haben dar­aus einige inter­es­sante Fak­ten und Gra­fi­ken zusam­men getra­gen - zum Bei­spiel, in wel­chen Län­dern und Kon­ti­nen­ten die meis­ten Tiere «her­ge­stellt» wer­den (siehe Gra­fik oben):
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Publikation: Fleischatlas - Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel
[boell / 07.01.2013] Mit unserem Atlas möchten wir Sie einladen zu einer Reise um die Welt und Einblicke in globale Zusammenhänge geben, die mit unserem Fleischkonsum verbunden sind. Denn nur informierte und kritische Konsumentinnen und Konsumenten können richtige Entscheidungen treffen.
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Wasserfakten - Zahlen und Fakten
[wasserstiftung] Wasserverbrauch für die Herstellung von Lebensmitteln:
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22.01.2013

Triclosan gehört überwacht - Warnung des Helmholtzzentrums für Umweltforschung

[ufz / 26. Oktober 2012] Leipzig. Forscher aus Deutschland und der Slowakei haben darauf hingewiesen, dass die Chemikalie Triclosan zu den Stoffen gehört, die besonders schädlich für den ökologischen Zustand von Flüssen sind, die aber nicht ausreichend kontrolliert werden.

Bei umfangreichen Messungen im Einzugsgebiet der Elbe, die über das übliche Monitoring hinausgingen, betrug die Konzentration der Chemikalie an zahlreichen Messpunkten bis zum Zwölffachen des Wertes, der für Algen ohne Wirkung wäre. Von 500 untersuchten Schadstoffen belegte Triclosan, das in der Regel gegen Bakterien eingesetzt wird, damit Platz sechs der problematischsten Stoffe in Europa. Es sei daher notwendig, diesen Stoff in die Überwachungsprogramme aufzunehmen und regelmäßig europaweit zu kontrollieren, schreiben die Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Slowakischen Umweltinstitutes im Fachblatt „Environmental Science Pollution Research“.
Bis heute wird Triclosan in Körperpflegemitteln (z.B. Zahnpasta) und Sporttextilien als Bakterienhemmer genutzt. Sorgen bereitet den Wissenschaftler auch die Tatsache, dass Triclosan inzwischen nicht nur in Lebewesen, die im Abwasser leben, sondern auch in menschlichem Plasma und in Muttermilch nachgewiesen werden konnte.
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21.01.2013

Poor Us: an animated history - Why Poverty? [Doku] / Armut - eine globale Herausforderung



The poor may always have been with us, but attitudes towards them have changed. Beginning in the Neolithic Age, Ben Lewis's film takes us through the changing world of poverty. You go to sleep, you dream, you become poor through the ages. And when you awake, what can you say about poverty now? There are still very poor people, to be sure, but the new poverty has more to do with inequality...

[Youtube] 8 Documentaries, 30 Short Films. All about poverty, wealth and inequality.
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Poor Us: an animated history - Why Poverty? / Eine kleine Geschichte der Armut
[fuereinebesserewelt] Wo kommt Armut eigent­lich her? Und gab es sie schon immer? Waren Stein­zeit­men­schen arm? Eine Doku » Poor as – an ani­ma­ted History« von WHY POVERTY zeigt die Geschichte der Armut - und ist auch noch wun­der­schön mit Ani­ma­tio­nen gemacht.
Das Fazit zum Film
Denn – und das wuss­ten nun die alten Grie­chen auch schon: Die Rei­chen brau­chen die Armen ein­fach – sonst wären sie nicht reich. Solange also die Rei­chen nicht bereit sind, nicht mehr reich zu sein, wird sich am Pro­blem der Armut wohl nicht wirk­lich etwas ändern.

Doch auch wenn das ein aus­weg­lo­ses Pro­blem zu sein scheint, lohnt sich der Film doch. Denn er öffnet den Blick und gibt ihn für die grö­ße­ren Zusam­men­hänge frei. In knapp einer Stunde zeigt er nicht nur die Zusam­men­hänge zwi­schen Gesell­schafts­schich­ten, son­dern auch zwi­schen Kon­ti­nen­ten und Epo­chen. Der Film macht auch nach­denk­lich zu der Frage: Was arm sein über­haupt bedeu­tet? Das alles ver­packt in wirk­lich tolle Ani­ma­tio­nen – ja der Film ist sehenswert!
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Armut - eine globale Herausforderung
[Arte] Nach dem großen Erfolg der weltweiten Initiative "Why Democracy? – Demokratie für alle?" (2007), folgt im November 2012 das Crossmedia- Projekt "Why poverty? Armut – eine globale Herausforderung." Initiatoren des Projekts sind wie schon bei "Why Democracy?" die ngo "Steps international" und eine Gruppe von öffentlichrechtlichen Sendern, darunter die bbc, das dänische fernsehen Dr, ZDF, arte, nhk aus Japan und Svt aus Schweden.
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[Arte] Infografik: Von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffene Personen
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17.01.2013

Demo-Aufruf - "Wir haben es satt!" - 19.01.2013 / Berlin


[wir-haben-es-satt] Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!“ findet am 19. Januar 2013 parallel zum Internationalen Agrarministergipfel wie in den Vorjahren eine Demonstration in Berlin statt. Getragen wird die Veranstaltung von 35 Organisationen vornehmlich aus den Bereichen Umwelt- und Tierschutz sowie der Landwirtschaft.

Die Initiatoren fordern einen Systemwechsel in der deutschen und europäischen Agrar- und Ernährungspolitik. Ihrer Auffassung nach führen die gegenwärtigen Bedingungen zu immer größeren Tierhaltungsanlagen zu Lasten des Tierschutzes und des Umweltschutzes.

Programm

  • 09.00 Uhr Treckerzug am ICC, danach Weiterfahrt zum Hauptbahnhof
  • 11.00 Uhr Treffpunkt Washingtonplatz, Berlin Hauptbahnhof. Gestalten Sie ihr Schild für die Demo: Wir halten Schilder und Eddings bereit
  • 11.30 Uhr Demo-Zug vom Hauptbahnhof ins Regierungsviertel anschließend Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt
  • 14 - 18 Uhr: Suppe'n Talk: Aufwärmen-Diskutieren-Vernetzen
  • 19 Uhr: Music & Message: Konzert mit Mellow Mark und Johanna Zeul
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13.01.2013

Ausschnitt aus dem Beitrag "Essen im Eimer" / Die große Lebensmittelverschwendung [Doku]


Ausschnitt aus dem Beitrag "Essen im Eimer"

Essen im Eimer: Die große Lebensmittelverschwendung [Doku]
[Planet Schule] Mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel landet im Müll. Das meiste schon auf dem Weg vom Acker in den Laden, bevor es überhaupt unseren Esstisch erreicht: jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel und jedes fünfte Brot. Das entspricht etwa 500.000 Lkw-Ladungen pro Jahr. Bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr allein in Deutschland weggeworfen. Und es werden immer mehr.

Der Film, der in der Langfassung als "Taste the Waste" im Kino gezeigt wurde und Diskussionen um das Mindesthaltbarkeitsdatum auslöste, geht auf die Suche nach den Ursachen - in Supermärkten, Bäckereien, Großmärkten. Minister, Bauern und EU-Politiker kommen zu Wort. Alles soll jederzeit verfügbar sein, Supermärkte bieten durchgehend die ganze Warenpalette an, bis spät in den Abend muss das Brot in den Regalen frisch sein, zu jeder Jahreszeit gibt es Erdbeeren. Und alles muss perfekt aussehen: Ein welkes Salatblatt, ein Riss in der Kartoffel, eine Delle im Apfel – sofort wird die Ware aussortiert. Joghurtbecher landen schon zwei Tage, bevor ihr Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft, im Müll.

Dass die Hälfte der bereits produzierten Lebensmittel zu Abfall wird, wirkt sich verheerend auf das Weltklima aus. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger, Pestiziden und rodet den Regenwald. Sie ist damit für mehr als ein Drittel der Treibhausgase verantwortlich. Aber es geht auch anders. Weltweit versuchen Menschen, die irrsinnige Verschwendung zu stoppen: so genannte Mülltaucher, die Nahrungsmittel aus den Abfall-Containern der Supermärkte retten, Supermarkt-Direktoren, die ihre Kunden davon überzeugen, weniger klimaschädliche Produkte zu kaufen, Verbrauchervereine, die Bauern und Kunden direkt zusammenbringen. Kleine Schritte, die aber viel bewirken könnten: Wenn wir in den Industrieländern die Lebensmittelverschwendung nur um die Hälfte reduzieren, hätte das auf das Weltklima denselben Effekt, als ob wir auf jedes zweite Auto verzichten.
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