Posts mit dem Label _CCC werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label _CCC werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

31.05.2013

Chaos Computer Club veröffentlicht graphische Darstellung vom Grundgesetz

[netzpolitik / 23.05.2013] Anlässlich des 64. Geburtstages des deutschen Grundgesetzes, hat der Chaos Computer Club (CCC) am heutigen Tag die Open-Data-Plattform DocPatch veröffentlicht. Das Ziel von DocPatch ist es, dass Nutzer die Entwicklung des Grundgesetzes in Graphiken und Texten nachvollziehen können. Die am Grundprinzip von Open Data angelegte Plattform enthält den vollständigen, maschinenlesbaren Gesetzestext, zuzüglich passender Metadaten welche mit den jeweiligen Gesetzen in Verbindung stehen. Dazu gehören unter anderem Datumsangaben der jeweiligen Änderungen sowie Mehrheitsverhältnisse bei der Abstimmung.

Der Nutzer kann sich so auf eine Entdeckungsreise in Grundgesetz begeben.
weiter

Entdecke unsere Verfassung!
[docpatch] Diese Webseite ermöglicht das Nachvollziehen aller Veränderungen am Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland seit seinem Inkrafttreten im Jahr 1949. Es enthält den vollständigen Gesetzestext zuzüglich vieler Informationen, die damit in Verbindung stehen. Somit steht ein umfassendes Werk zur Verfügung, die Entwicklung der deutschen Verfassung transparenter zu machen.
weiter

20.03.2013

Chaos Computer Club: Sicherheit von De-Mail nur ein schlechter Witz / Bundesregierung will Verschlüsselungsstandards senken

[ccc / 19.03.2013] Am Mittwoch wird im Innenausschuß des Deutschen Bundestages eine öffentliche Anhörung von Sachverständigen zum Thema "Elektronische Verwaltung" stattfinden. [0] Der Chaos Computer Club (CCC) veröffentlicht seine Stellungnahme zu dem vorliegenden Gesetzesentwurf, die begründet, warum er abzulehnen ist. [1]

Vor bereits zwei Jahren hatten der CCC und weitere Sachverständige der De-Mail ein katastrophales Zeugnis ausgestellt.
"Es kann nur als Witz gemeint sein, daß De-Mail trotz lange bekannter Schwächen per Gesetz nun zum Standard für Behördenkommunikation erhoben werden soll. Damit wird sehenden Auges ein völlig lächerliches Sicherheitsniveau festgeschrieben, das in der Industrie und bei Berufsgeheimnisträgern niemals akzeptabel wäre. Da kann man seine Steuererklärung gleich auf einer Postkarte abgeben. Und obendrein bekommt man möglicherweise noch einen Staatstrojaner als Antwort zurück", sagte Frank Rieger, Sprecher des CCC.
weiter

E-Government-Gesetz: Bundesregierung will Verschlüsselungsstandards senken
[netzpolitik / 19.03.2013] Lang war es still um De-Mail. Dies lag vornehmlich daran, dass es keine Nutzungmöglichkeiten für den “sicheren, vertraulichen und nachweisbaren Geschäftsverkehr für jedermann im Internet” gab.

Die Bundesregierung will dies nun ändern, indem Sie in einem breit angelegten Gesetzesvorhaben De-Mail als Möglichkeit für die Behördenkommunikation vorschreibt: Alle Behörden sollen per De-Mail erreichbar werden und die elektronischen Pendants zur Unterschrift akzeptieren können.
weiter


Verwandte Beiträge:

05.02.2013

Informationsfreiheit: Hamburg streitet über neues Transparenzgesetz

[spiegel / 05.02.2013] Eben noch als Novum in der deutschen Politik gefeiert, gibt es jetzt Streit um Hamburgs Transparenzgesetz: Müssen wirklich alle Behörden ihre Informationen aktiv veröffentlichen - oder kommen durch die Hintertür doch noch Ausnahmeregelungen? Nun müssen wohl Gerichte diese Frage klären.
weiter


Verwandte Beiträge:

10.01.2013

29c3 Vortrag - Die Wahrheit, was wirklich passierte und was in der Zeitung stand [Video]


Los gehts ab 10:20

29c3 Vortrag - Die Wahrheit, was wirklich passierte und was in der Zeitung stand
[philipp-thom] Martin Haase und Kai Biermann hielten auf dem 29c3 einen interessanten Beitrag mit dem Titel “Die Wahrheit, was wirklich passierte und was in der Zeitung stand” über Sprache. Auch ihr Blog neusprech.org sollte ebenfalls aufgesucht werden.

Inhaltlich wurde das Thema “Framing” mit Beispielen erörtert. Diese waren das “Guttenberg-Passiv” und das “Merkel-wir”. Eine gute Sensibilisierung der Sprache und des verwendeten Stils die die Vortragenden kommunizierten.

Die Folie der Passivierung gehört daneben zu den wichtigsten Informationen:
weiter:

06.11.2012

CCC - Interview zur Verfassungsklage - "Die Antiterrordatei ist digitale Gewalt"

[Tagesschau] Ab heute verhandelt das Verfassungsgericht über die Rechtmäßigkeit der Antiterrordatei. Um welche Daten geht es dabei eigentlich? Warum geraten auch Unschuldige auf die Liste? Und wieso durfte ein US-Senator plötzlich nicht mehr fliegen? tagesschau.de sprach darüber mit Frank Rieger vom Chaos Computer Club.
Frank Rieger, Jahrgang 1971, ist seit 1990 einer der Sprecher des Chaos Computer Clubs. Der CCC macht immer wieder auf Datenmissbrauch aufmerksam. Rieger arbeitet als technischer Geschäftsführer eines Unternehmens für Kommunikationssicherheit. Er ist Mitgründer deutscher Startup-Unternehmen in den Bereichen Datensicherheit, Navigationsdienste und
weiter:


Verwandte Beiträge:

31.10.2012

Udo Vetter: Durchsuchung, Beschlagnahme, Vernehmung - Strategien für den Umgang mit Polizei und Staatsanwalt [Video]


Videomitschnitt des Vortrags "Sie haben das Recht zu schweigen" von Udo Vetter (lawblog.de) auf dem 23. Chaos Communication Congress

Udo Vetter: "Sie haben das Recht zu schweigen" 
[CCC] Wer online lebt und arbeitet, tut dies unter den Augen der Strafverfolger. Der Vortrag schildert, wie Durchsuchungen, Vernehmungen und Ermittlungsverfahren ablaufen. Er erklärt, wie man sich gegenüber Polizei und Staatsanwaltschaft richtig verhält.
weiter:


Verwandte Beiträge:

06.10.2012

Antwort auf Anfrage der Linksfraktion - Bundesregierung gibt Kosten für polizeiliche Überwachung bekannt / [PDF]

[Gulli] Die deutsche Bundesregierung hat auf die Anfrage der Abgeordneten der Linkspartei Jan Korte, Steffen Bockhahn und Ulla Jelpke reagiert. In dieser geht es um die Ausgaben des Bundesministerium des Innern zu Aufträgen an Fremdfirmen, unter anderem zwecks Überwachung von Skype, GoogleMail und Co.
weiter:

Auftragsvergabe an private Dienstleister im Bereich des Bundesministeriums des Innern [PDF]
[Bundestag] Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jan Korte, Steffen Bockhahn, Ulla Jelpke, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE
weiter:

01.10.2012

Das Clean IT Projekt - Fritz Chaosradio - Blue Moon (27.09.2012)




Aktuell ist ein Vorstoß der Projektgruppe “cleanIT”, das von EU-Kommissarin Cecilia Malmström gefördert wird, im Gespräch. Unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung sollen Zugang und Publikationsmöglichkeiten im Netz kontrolliert, reguliert und zensiert werden.
Wie ein untotes Frankenstein-Monster kriecht die Idee des “sauberen” Netzes in ermüdender Regelmäßigkeit aus den Spülbecken der Dummheiten derer, die sich ihr Internet ausdrucken lassen. Aber wer haucht dem Zombie immer wieder Leben ein?

Andre Meister (netzpolitik.org), Kirsten Fiedler (EDRI), ilf (CCC) und erdgeist (CCC) wagen einen Blick in das Labyrinth des irren Wissenschaftlers namens Sicherheitspolitik auf europäischer Ebene.

facebook.com/GegenCleanit

 
Verwandte Beiträge:

17.09.2012

Netzwerkmanagement und Deep Packet Inspection – Wer kontrolliert das Netz?

[Netzpolitik] Ein weiteres Panel auf der “Netz für Alle”-Konferenz der Rosa Luxemburg Stiftung / Linken Bundestagsfraktion ging es um “Netzwerkmanagement und Deep Packet Inspection – Wer kontrolliert das Netz?”
weiter:


Verwandte Beiträge:

12.09.2012

Ohne Einblick in den Quellcode - Staatstrojaner-Überprüfung durch Schaar abgeschlossen


[CCC] Wie heute bekannt wurde, hat der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar seine Prüfung über den Einsatz und die rechtlichen Grauzonen des Staatstrojaners beendet. Er bestätigt die Analyse des Chaos Computer Clubs (CCC) und mahnt ebenfalls Verbesserungen an. Die Ermittlungsbehörden, der Finanz- und der Innenminister geben dem CCC zwar in allen Kritikpunkten recht, sehen aber dennoch keine Notwendigkeit zum Handeln.
Das Innenministerium hält nach dem Bericht daran fest, die untaugliche Verschlüsselung des Staatstrojaners weiterhin als "geeignet" zu bezeichnen, räumt allenfalls "Optimierungsspielraum" ein. Weiterhin soll auch in Zukunft der Quellcode weder für die Behörden selbst noch für Schaars Prüfbehörde einsehbar sein.

"Hier kommt eine erstaunliche Kritikunfähigkeit seitens der Behörden und des Ministeriums zum Ausdruck, denen nicht weniger als die Sicherheit und Privatsphäre der Bevölkerung anvertraut ist. Wo sowohl gesetzlich als auch technisch erheblich nachgebessert werden müßte, verschanzt sich Innenminister Hans-Peter Friedrich hinter einem trotzigen 'Weiter so!'", sagte Dirk Engling, Sprecher des CCC.
weiter:

Bundestrojaner Weiter Ärger mit der Spähsoftware
[DRadio] Es ist kein geringerer als der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar, der mit der überarbeiteten Version des Bundestrojaners unzufrieden ist. Schaars Aufgabe ist zu überprüfen, ob die neue Version der Software zur "Quellen-Telekommunikationsüberwachung" - so heißt das Ganze offiziell - den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts beziehungsweise des Bundesdatenschutzgesetzes entspricht.
weiter:

23.08.2012

Kleine Anfrage der Linksfraktion - Auftragsvergabe an private Dienstleister im Bereich des Bundesministeriums des Innern / Überwachung: Umstrittene Hoflieferanten des Staates

[Zeit] Bei der Jagd nach Verbrechern im Internet setzt der Staat auf die Programme kleiner Softwarefirmen. Neue Zahlen belegen das Ausmaß der Abhängigkeit.
Beinahe ein Jahr ist es her, dass die Hacker vom Chaos Computer Club (CCC) ein Programm enttarnten, mit dem die Polizei nicht nur in Bayern die Computer von Verdächtigen ausspionierte. Ein Sturm der Kritik brach los. Der Hersteller des Trojaners, DigiTask, musste mehrfach den Spott der Hackercommunity ertragen, da die Software viele Mängel aufwies. Experten monierten, dass der Trojaner zu viel mehr in der Lage sei, als unsere Gesetze erlaubten. So hätten Ermittler theoretisch Dateien auf einem Computer platzieren können, die später als fingierte Beweise benutzt werden könnten. Die Frage kam auf, ob die Beamten überhaupt verstanden, was sie da gekauft hatten.

Die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken zeigt nun, welche Ausmaße die Abhängigkeit des Staates von kleinen, privaten IT-Sicherheitsdienstleistern wie DigiTask mittlerweile angenommen hat – auch über die umstrittenen Trojaner hinaus. Bei der hessischen Firma ist der Staat demnach offenbar längst Stammkunde, der Linken-Abgeordnete Jan Korte spricht vom »Hoflieferanten des Innenministeriums«. 
weiter:

Verwandte Beiträge:

14.07.2012

22.06.2012

CCC Hannover lädt erstmals zum Hackover ein - 19. bis 21. Oktober 2012 Hannover

[Gulli] Der Chaos Computer Club Hannover e.V. (C3H) lädt vom 19. bis 21. Oktober 2012 erstmals zu einem Hackover-Wochenende ein. Die bis zu 250 Teilnehmer der Konferenz treffen sich für Workshops, Seminare, zum Hacken oder schlichtweg für den Austausch untereinander. Innerhalb der nächsten 14 Tage soll auf der Webseite der Veranstaltung der Call for Participation bekannt gegeben werden.  
weiter:

Hackover - Chaos Computer Club Hannover e.V. 
[CCC] Am Wochenende vom 19.10. - 21.10.2012 findet in Hannover erstmalig das Hackover, ein Geekend für Erfas, ChaosTreffs und Hackspaces aus Norddeutschland, statt. Innerhalb der nächsten zwei Wochen beginnt unser "Call for Participation". Der Link wird auf dieser Webseite zu finden sein.  
weiter:

01.03.2012

Frontal21: Schnurlos-Telefone abhören leicht gemacht [ZDF] [2009]


20.1.2009: "Forscher der Technischen Universität Darmstadt haben zusammen mit der Bauhaus-Universität Weimar, der Universität Luxemburg und dem Chaos Computer Club nachgewiesen, dass viele Schnurlos-Telefone mit einfachen Mitteln abgehört werden können. Der Gesetzgeber sieht derzeit keinen Handlungsbedarf. Dabei gibt es in Deutschland rund 30 Millionen Schnurlos-Telefone."

[Heise] DECT-Abhörkarte ist ausverkauft - 2009
Das Gefühl, Nachbars Telefongespräche abhören oder auf Kosten anderer telefonieren zu können, ist offenbar einigen Zeitgenossen viel Geld wert. Nach Berichten über Sicherheitslücken von DECT-Telefonen, unter anderem im ZDF-Magazin "Frontal 21", sind die Preise für die darin genannte Notebook-Steckkarte "Com-On-Air" von Dosch+Amand förmlich explodiert.
weiter:

Der DECT Hack - 2009
[CCC] Technische Hintergründe zur Vernichtung des Standards für schnurlose Telekommunikation
weiter:

02.11.2011

Kleine Anfrage der Linksfraktion - Einsatz von "Staatstrojanern" / Internationaler Trojaner-Stammtisch

[Bundestag] Wissen will die Fraktion, wer wann wem den Auftrag zur Entwicklung der vom CCC analysierten Schadsoftware gegeben hat. Auch erkundigen sich die Abgeordneten, inwiefern von Bundesbehörden genutzte Überwachungssoftware „in jedem Einzelfall auf die Einhaltung der Vorgaben aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zur sogenannten Onlinedurchsuchung geprüft“ wurde. Zudem fragen sie unter anderem, ob die beauftragenden Behörden den Quellcode der jeweils eingesetzten Software vorliegen hatten.
weiter:

Internationaler Trojaner-Stammtisch
[Heise] Staatssekretär Ole Schröder bestätigt den regelmäßigen internationalem "Informationsaustausch" zur polizeilichen Nutzung von Trojaner-Programmen. Die Gruppe trifft sich informell
Das Bundeskriminalamt und zwei Landeskriminalämter arbeiten seit mindestens drei Jahren in internationalen Arbeitsgruppen zur Nutzung staatlicher Malware, um private Rechner zu infiltrieren und die Kommunikation abzuhören. Das geht aus der knappen Mitteilung auf eine Schriftliche Frage hervor, die das Bundesinnenministerium im Auftrag der Bundesregierung am Dienstag beantwortet hatte.
weiter:

Verwandte Beiträge:
Kriminalbeamte fordern Verstärkung am digitalen Tatort
Staatstrojaner sorgen für Schlagabtausch im Bundestag

01.11.2011

Ein Jahr neuer Personalausweis – die Bilanz

Seit einem Jahr gibt es den neuen elektronischen Personalausweis, mit dem sichere elektronische Identitäten (eID) im Internet abgebildet werden sollen. Vom "nPA" sind inzwischen 8,5 Millionen Exemplare nach Angaben der Bundesdruckerei im Umlauf. Etwa bei einem Drittel dieser Ausweise sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums auf Wunsch des Inhabers die eID-Funktionen eingeschaltet – eine Speicherung dieser Information ist untersagt. 600.000 Standard- und Komfort-Lesegeräte konnte Reiner SCT verkaufen, der bislang einzige Lieferant dieser Geräteklassen.
Für Martin Schallbruch, IT-Direktor im Bundesministerium ist die Sache eindeutig. Nach seiner Einschätzung kommt der Ausweis gut an und hat sich nach überwundenen Anfangsschwierigkeiten als "universelles Werkzeug für verlässliche Identifikation im Netz bewährt".

Das größte Hindernis ist freilich der Bürger. Zwar spricht der Bitkom in seiner Bilanz davon, dass der Ausweis eine positive Resonanz erfährt, doch die Zahlen der Bitkom-Umfrage nach einem Jahr nPA sind nicht so positiv: 45 Prozent der Bundesbürger stehen der "wichtigsten Karte" positiv gegenüber, 44 Prozent lehnen sie ab und zehn Prozent wissen nicht, was sie von der Technologie halten sollen.

Ferner wird laut Hamann ein DNA-Sensor in der Ausführung als Micro-TAS-Chip (micro total analysis-System) mit subkutaner Probeentnahme bereits erprobt. Die Speicherung und DNA-Überprüfung könnte im hoheitlichen Teil des nächsten "neuen" Personalausweises die Rasterfahndung und Vorbereitung einer DNA-Reihenuntersuchung entscheidend erleichtern, hieß es unter Verweis auf Polizeiwünsche. Ob all das, was mit der nächsten Generation des Ausweises technisch möglich sein wird, auch verwirklicht wird, muss zwischen Ausweisbehörden, Datenschützern und Bürgern verhandelt werden. Nicht jeder Polizeiwunsch ist ein Produktionsbefehl.
weiter:

Verwandte Beiträge:
Schüler knacken Personalausweis [WDR]
CCC - Praktische Demonstration erheblicher Sicherheitsprobleme bei Schweizer SuisseID und deutschem elektronischen Personalausweis
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter warnt vor dem elektronischen Personalausweis
Wo man beim neuen Personalausweis ein Loch machen muss, um den Chip zu töten
50-Millionen-Euro-Flop - Elektronischer Ausweis wird zum Totalausfall

27.10.2011

Kriminalbeamte fordern Verstärkung am digitalen Tatort

[Heise] Der Bund deutscher Kriminalbeamte (BDK) benötigt qualifizierte Ermittler. Im Rahmen einer Fachtagung über das "Erkennen und Festhalten von Kommunikationsspuren am digitalen Tatort" in Karlsruhe zeigte sich der BDK erschrocken über die Zunahme der Internetkriminalität. Neben dem zusätzlichen Personal für digitale Ermittlungen forderte der BDK erneut eine Internetpolizeiwache bzw. Web-Patrouille mit einer Notrufadresse, die rund um die Uhr besetzt ist. In Berlin stellte der BDK seine Forderung nach einem "Bundesinternetminister" vor.
Sollte die Analyse des CCC stimmen und das Programm geeignet sein, unbemerkt kompromittierendes Material auf den Computer eines Verdächtigen zu spielen, entwerte dies die forensische Analyse und zerstöre praktisch Kommunikationsspuren am digitalen Tatort als Beweismittel, meinte der BDK.
weiter:

20.10.2011

Staatstrojaner sorgen für Schlagabtausch im Bundestag

Politiker fast aller Fraktionen sahen am Mittwoch bei einer Aktuellen Stunde zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung im Bundestag die Zuversicht in staatliches Handeln durch Trojanereinsätze erschüttert, zumal den Ermittlern der Quellcode der eingesetzten Software bislang nicht vorliegt. "Das Vertrauen in den Rechtsstaat hat Schaden genommen", erklärte SPD-Innenpolitiker Sebastian Edathy in Reaktion auf die Analyse einer in Bayern rechtswidrig eingesetzten Schnüffelsoftware durch den Chaos Computer Club (CCC). Dies liefere fahrlässig Wasser auf die Mühlen der Feinde der Demokratie. "Wir können es uns nicht leisten, hier angreifbar zu werden", betonte der Sozialdemokrat. Es müsse klar sein, "dass staatliche Instanzen die volle Kontrolle haben". Es sei daher fahrlässig, wenn die Polizei und die federführenden Ministerien keinen Zugang zum Quellcode der eingesetzten Software hätten, was Regierungsvertreter vorher eingeräumt hatten.

weiter:


[Fefe] Die aktuelle Stunde geht gerade los, gleicher Stream wie vorhin. Das muss aber jemand anderes covern, ich krieg gerade Brechreiz von der aufgetürmten Unehrlichkeit.
weiter:

[Fefe] Es geht schon mal mit einem echten Kracher los: Wir wissen von nichts, haben keine über die Presseberichterstattung hinausgehenden Erkenntnisse, die Verantwortung trägt die einsetzende Stelle. Sagte Dr. Ole Schröder.
weiter:

Der Politiker und die Politik - Aus meinem Leben, Politische Schatztruhe
(Politische Geschäftsführerin der Piraten Marina Weisband)
Ich bin sauer. Sauer, sauer, sauer, sauer, sauer. Und Mann ist das schwer, mich sauer zu machen. Da muss schon echt viel kommen. Echt viel kommt gerade über Twitter rein. Es ist keine Kritik an meiner Arbeit, auch nicht an meiner Person. Es ist eine seltsame, diffuse Kritik der durchbrochenen Schemata. Aber ich will am Anfang beginnen.
weiter:

19.10.2011

Kaspersky entdeckt neue Staatstrojaner-Version

[Heise] Virenanalysten von Kaspersky haben eine neue Version des Staatstrojaners von Digitask entdeckt. Sie unterstützt auch 64-Bit-Windows und kann deutlich mehr Programme belauschen. Der große Bruder des vom CCC analysierten Trojaners besteht aus insgesamt fünf Dateien. Sie fanden sich in einem Installationsprogramm namens scuinst.exe (Skype CaptureUnit Installer), das F-Secure kürzlich aufgespürt hatte.
weiter:

Verwandte Beiträge:
Kaspersky fordert Internetpässe und Online-ID für alle
Kaspersky-Chef will Ende der Anonymität im Internet

17.10.2011

Großer Sieg für den CCC: Friedrich gesteht, dass die Malware-Nachladeschnittstelle absichtlich im Trojaner war

[Fefe] Großer Sieg für den CCC: Friedrich gesteht, dass die Malware-Nachladeschnittstelle absichtlich im Trojaner war.
"Wir brauchen diese Nachladefunktion, um uns den normalen Updates auf dem Zielcomputer anpassen zu können."
Wun-der-bar, Herr Friedrich! Vielen Dank, wir fingen schon fast an, uns Sorgen zu machen, dass es in Arbeit ausarbeiten würde, wenn wir im Falle einer Klage Vorsatz nachweisen müssten. Das hat sich damit ja dann erledigt.

Guter Mann, dieser Friedrich. Fast so ein kompetenter Polit-Profi wie diese Piratenpartei.

Update: Hier ist der FAZ-Artikel, und da ist noch ein Highlight drin:

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte dazu der Sonntagszeitung: „Es scheint mir die Frage zu sein: Was versteht man unter nachladbar?“
Nee, klar, Herr Herrmann. Hey, wenn der Clinton damit durchkommt...
weiter:

[Fefe] Die FAZ fragt dann noch, ob sie denn jetzt mit einem anderen Trojaner weitertrojanern, und die Antwort ist:

Ja. Sollen wir die organisierte Kriminalität laufen lassen? Den Drogenhandel? Den Menschenhandel? Den Waffenschmuggel? Und was ist mit dem Terrorismus? Denn nur gegen solche schweren Verbrechen gehen wir auch mit Hilfe von Überwachungssoftware vor.
Es sei an dieser Stelle nochmal auf die Online-Apotheke und die Kleiderdiebe hingewiesen, gegen die der Trojaner eingesetzt wurde.

Nun ist die FAZ ja nicht auf den Kopf gefallen und spricht ihn auch auf die höchstrichterliche Entscheidung an, die die Taten der Bayern für rechtswidrig erklärt hat. Was sagt der Friedrich dazu? Achtung, das kann man sich gar nicht ausdenken:

Das Landgericht Landshut hat zu den Möglichkeiten der Quellen-Telekommunikationsüberwachung eine andere Rechtsauffassung vertreten als die bayerische Staatsregierung. Entscheidend ist: Wir müssen in der Lage sein, Kommunikation zu überwachen.
Das ist ja unfassbar! Wieso ist dieser Mann noch im Amt?! Hallo? Ist da überhaupt jemand am Steuer bei der Opposition? Mann über Bord?
weiter:

[Fefe] Mich erreicht gerade ein Hinweis auf die Traube-Affäre, bei der das Bundesamt für Verfassungsschutz illegal einen Nuklearexperten namens Klaus Traube abgehört hat.
Als das bekannt wurde, musste der Bundesinnenminister Werner Maihofer zurücktreten.In meinen Augen ist das eine schöne Munition für Friedrich-Rücktrittsforderungen.
weiter: