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02.04.2013

Patentprozess in Indien - Novartis verliert entscheidenden Patentstreit


[spiegel / 01.04.2013] Der Pharmariese Novartis verliert eine Patentklage für ein Krebsmedikament in Indien - mit möglicherweise globalen Folgen: Günstige Generika könnten nun in die ganze Welt exportiert werden. Ärzte ohne Grenzen und andere Nichtregierungsorganisationen feiern das Urteil als Durchbruch.
Generikahersteller begrüßten das Urteil. Die Anwältin des Pharmaherstellers Cipla, Pratibha Singh, sprach von einem "Präzedenzfall". Das Gericht habe entschieden, dass "Patente nur für wirkliche Erfindungen erteilt werden, wiederholtes Patentieren wird nicht erlaubt". Madineedi Adinarayana, Geschäftsführer in Rechtsangelegenheiten beim Generikaunternehmen Natco, sprach von einem "großen Sieg". "Davon profitieren nicht nur wir, sondern auch alle armen Menschen, die auf billige Medikamente angewiesen sind."
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20.03.2013

Die verlorene Kunst der Chirurgie - Zerstörung einer menschlich orientierten Medizin durch ökonomische Habgier

[FR / 16.03.2013] Explodierende Gesundheitskosten? Keineswegs. Doch die Orientierung an Bilanzen führt zur Zerstörung einer menschlich orientierten Medizin durch ökonomische Habgier.

Es ist inzwischen allgemeiner Konsens, dass unser Gesundheitswesen auf eine Art Zusammenbruch zusteuert. Konsens ist, dass wir mit einer Kostenexplosion konfrontiert sind, und Konsens ist, dass die immer älter werdende Bevölkerung immer höhere Kosten der gesundheitlichen Versorgung verursachen wird. Man kann das aber auch ganz anders sehen. Ich behaupte, dass es keine Kostenexplosion im Gesundheitswesen gibt, und dass es auch noch nie eine gegeben hat. Die Ausgaben für das Gesundheitssystem sind in unserem Land seit Jahrzehnten konstant. Sie betragen zehn bis zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts mit minimalen Ausschlägen nach oben oder unten.
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18.02.2013

Geplante Verordnung - EU will Arzneimittelversuche an Menschen erleichtern

Werden die Standards bei Arzneimitteltests am Menschen bald niedriger sein als bei Tieren? Das befürchten Kritiker, sollte sich die EU-Kommission mit ihrem Vorschlag durchsetzen: Sie plant eine Verordnung, die die Hürden bei Versuchen am Menschen senken soll. Nutznießer wäre die Pharmaindustrie. Ethiker und Ärzte sind empört.
Die Europäische Kommission behauptet, das bisher hohe Schutzniveau habe zur Behinderung der Forschung geführt, die Zahl der klinischen Prüfungen in der EU sei von 2007 bis 2011 um 25 Prozent zurückgegangen. Es handelt sich freilich um den Zeitraum, in dem wegen der Wirtschaftskrise Investitionen weltweit eingebrochen sind.
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05.02.2013

Mythos Aspirin [Doku] [NDR]


[NDR / 04.02.2013] Aspirin ist das bekannteste Schmerzmittel auf der Welt. 776 Millionen Euro setzt der Bayer-Konzern jährlich damit um. Es ist einfach herzustellen oder zu kopieren, viele Menschen wenden es nach einer durchzechten Nacht oder bei leichtem Unwohlsein an oder bekämpfen lästige Dauerschmerzen damit. Es ist frei verkäuflich in den Apotheken, man braucht kein Rezept dafür und kann daher so viel davon nehmen, wie man will. Wird das Schmerzmittel zu leichtfertig genommen und werden die Nebenwirkungen unterschätzt?

Wie gefährlich ist Aspirin?
[NDR / 11.11.2011] Aspirin Complex, Protect, Effect, Direkt, Coffein, Plus C und Migräne - Aspirin scheint es gegen fast jede Form von Schmerz zu geben. Seit über 100 Jahren ist es der Verkaufsschlager in den Apotheken. Fünf Milliarden Tabletten jährlich produziert Hersteller Bayer am Standort Bitterfeld für den internationalen Markt. Rund 40 Millionen Packungen Aspirin werden jedes Jahr in Deutschland verkauft, mit steigender Tendenz. Für das Pharmaunternehmen bedeutete das im Jahr 2010 einen Riesenumsatz von 776 Millionen Euro weltweit. Aspirin gilt als das erfolgreichste Medikament auf der Erde. Das Problem: Was rezeptfrei zu bekommen ist, gilt für viele Menschen als ungefährlich.
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18.10.2012

Die EU-Kommission will die Arzneimittelforschung reformieren und epochale Ethikregeln dem Markt opfern

[Heise] Im Juni sorgten Mitglieder des Deutschen Bundestags mit der Skandal-Abstimmung (Ertappte Opposition) über eine Neufassung des Meldegesetzes für Protest: Klammheimlich sollte der Verkauf von Meldedaten erlaubt werden. Dann verhinderte eine Protestwelle das Vorhaben. Nun macht das Beispiel in Brüssel Schule. Noch in der Urlaubszeit legte die Europäische Kommission den Entwurf für eine Verordnung über klinische Prüfungen mit Humanarzneimitteln vor. Damit würden epochale Standards ausgehebelt würde, die nach den Verbrechen der Nazimedizin etabliert worden waren. Mediziner und Menschenrechtler laufen gegen das Vorhaben Sturm.
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24.09.2012

Europäische Pläne - Rückfall in mittelalterliche Forschungsethik

[FAZ] In Zukunft möchte die EU bei medizinischen Tests an Menschen auf die ethische Prüfung verzichten. Der Schutz des einzelnen Probanden gehört für die Europäische Kommission anscheinend nicht zum Gemeinwohl.
An diesem Mittwoch soll der Gesundheitsausschuss des Bundestags den Vorschlag der Kommission durchwinken. Dabei haben einschlägig mit der Thematik befasste Institutionen wie die Bundesärztekammer und der Arbeitskreis Medizinischer Ethik-Kommissionen in Deutschland (PDF-Link) ablehnend Stellung bezogen. Die Bundesärztekammer hat detaillierte Änderungsvorschläge unterbreitet.
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[ak-med-ethik-komm] Stellungnahme zum Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über klinische Prüfungen mit Humanarzneimitteln und zur Aufhebung der Richtlinie 2001/20/EG[PDF]
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14.09.2012

Die Story - Pharma Sklaven in Entwicklungsländern [WDR]


„Ich bin krank, aber ich habe kein Geld, um einen Arzt oder Medikamente zu bezahlen. Hier aber wird mir umsonst geholfen“, sagt Ameena aus Pithampur. Was sie nicht weiß: Die Medikamente, die sie bekommen wird, sind noch nicht zugelassen. Ameena ist Teil eines Versuchs einer großen ausländischen Pharmafirma. Auch das weiß Ameena nicht.

Die großen Pharma-Firmen betreiben seit Jahren ihre Testreihen in Entwicklungsländern wie Bangladesch, Indien, China und Afrika. Für viele Menschen in den Entwicklungsländern sind diese Versuchsreihen die einzige Chance, überhaupt an medizinische Versorgung zu kommen.

Die Vorteile für die Pharma-Firmen liegen auf der Hand: Die Versuche in solchen Ländern kosten nicht selten nur die Hälfte, es gibt so gut wie unbegrenzten Nachschub an „Versuchskaninchen“, die keine Fragen stellen, und die dortigen Ethik-Kommissionen drücken wohl auch gerne mal ein Auge zu.

Erst vor kurzem hat die indische Regierung die gesetzlichen Regelungen gelockert, die es den großen ausländischen Pharma-Unternehmen noch einfacher machen, solche nur wenig kontrollierten Testreihen durchzuführen.


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12.09.2012

Indien erzwingt günstige Pharmapatente - Bayer-Krebsmedikament soll für Bruchteil der Kosten produziert werden

[Heise] Der deutsche Pharmakonzern Bayer geht in Indien mit juristischen Schritten gegen die Aberkennung der exklusiven Patentrechte für das Krebsmedikament Nexavar vor. Im März hatte das Patentamt in dem südasiatischen Schwellenstaat Bayer gezwungen, sein Erfinderschutzrecht für das Leber- und Nierenkrebsmedikament Nexavar an einen nationalen Hersteller von Nachahmerpräparaten, sogenannten Generika, abzugeben. Mitte dieser Woche fand auf Antrag von Bayer die erste Anhörung vor der Behörde für geistiges Eigentum statt.
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Novartis-Patentprozess in Indien startet
[suedostschweiz] In Neu Delhi hat am Dienstag der Patentprozess von Novartis gegen den indischen Staat begonnen. Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen (MSF) bezeichnen ihn als wegweisend, da bei einem Sieg des Basler Pharmakonzerns Millionen von Menschen in der Dritten Welt den Zugang zu billigen Generika verlieren könnten.
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14.07.2012

Kampf gegen Tierseuchen - Neuer gefährlicher Erreger aus dem Impfstoff

[Süddeutsche] Um Hühner vor einer Atemwegskrankheit zu schützen, werden sie mit abgeschwächten Herpesviren geimpft. Aus diesem Vakzin hat sich in Australien nun ein neuer, gefährlicher Erreger entwickelt. Kann so etwas auch bei Impfstoffen für Menschen vorkommen?
Ebenso lange aber hegen Fachleute Bedenken: Könnten sich diese Impfviren womöglich mit natürlichen Herpesviren zu neuen, gefährlichen Erregern kombinieren und das Geflügel kränker machen als die ursprünglichen Keime?
Genau dieses Szenario ist wahr geworden, belegen jetzt Genetiker um Joanne Devlin von der University of Melbourne (Science, online). In Australien grassieren demnach Herpesviren unter Federvieh, die aus drei dort verwendeten Impfstoffen hervorgegangen sind. In manchen Ställen haben diese Viren schon so gewütet, dass 18 Prozent des Geflügels starben. Die neue Seuche sei entstanden, weil "verschiedene abgeschwächte Herpesvirus-Impfstoffe in denselben Hühnerpopulationen verwendet wurden", schreiben die Autoren. Es müsse verhindert werden, dass so etwas in Zukunft wieder geschieht.
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Gene-swapping - vaccines spawn lethal poultry virus
[Reuters] Three vaccines used to prevent respiratory disease in chickens have swapped genes, producing two lethal new strains that have killed tens of thousands of fowl across two states in Australia, scientists reported on Friday.
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10.07.2012

Pharmakonzern zahlt drei Milliarden Dollar Strafe - Im Gegenzug Ermittlungen eingestellt

[Badische-Zeitung] Der britische Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline zahlt in den USA eine Rekordstrafe von rund drei Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro). Im Gegenzug würden Ermittlungen gegen das Unternehmen wegen illegaler Arzneimittel-Werbung, des Verschleierns von Angaben zur Medikamentensicherheit und zu falschen Preisangaben eingestellt, erklärte das Justizministerium in Washington am Montag. Dies sei die größte bislang erzielte freiwillige Einigung mit einem Konzern der Gesundheitsbranche in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Das Unternehmen schloss den Vergleich den Angaben zufolge mit der US-Regierung sowie den Regierungen mehrerer Bundesstaaten.  
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02.07.2012

Neues Gesetz - Regierung beglückt Pharmahersteller

[FTD] Die Koalition hat ein Gesetz verabschiedet, das Billigimporte von Medikamenten verhindern soll. Dies hat zur Folge, dass die Pharmahersteller in Deutschland profitieren.
Die schwarz-gelbe Koalition hat der Pharmabranche ein bedeutendes Zugeständnis gemacht: Künftig sollen bei Preisverhandlungen für neue Medikamente die internationalen Vergleichspreise ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung des jeweiligen Landes gesetzt werden. Das hat zur Folge, dass niedrigere Preise für das selbe Medikament in ärmeren Ländern wie etwa in Rumänien als Referenz ausgehebelt werden.
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22.06.2012

Urteil am Bundesgerichtshof: Ärzte dürfen Geschenke von Pharmafirmen annehmen

[Süddeutsche] Sie dürfen von Pharmaunternehmen, deren Arzneien sie verschreiben, Geschenke annehmen - ohne sich wegen Bestechlichkeit strafbar zu machen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Kassenärzte seien weder Amtsträger noch Beauftragte der gesetzlichen Krankenkassen, argumentiert das Gericht.  
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10.05.2012

Tabletten-Cocktail im Trinkwasser: DBU-Förderinitiative setzt auf „grüne“ Arznei

[IdW] Der Gebrauch von Medikamenten hat Folgen – auch für die Umwelt: „Einige Wirkstoffe werden beim Aufbereiten des Abwassers nicht vollständig entfernt und gelangen zum Teil sogar ins Trinkwasser. Sie sind ein Risiko für die menschliche Gesundheit und schädigen nachweislich Tiere und Pflanzen“, sagte Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), heute in Osnabrück.
„In der nachhaltigen Pharmazie geht es nicht allein darum, ein wirksames Medikament herzustellen. Sie betrachtet den gesamten Lebenszyklus eines Arzneimittels und dessen Einfluss auf die Umwelt: vom Rohstoffeinsatz über das Entwickeln und Herstellen bis hin zum Verschreiben, dem sachgemäßen Gebrauch, dem Entsorgen und dem Verbleib in der Umwelt“, betonte Dr. Maximilian Hempel, Leiter des DBU-Referates Umweltchemie. Vor allem das Herstellen von Medikamenten sei noch immer mit einem hohen Verbrauch an Rohstoffen, Lösungsmitteln und Energie sowie einem hohen Abfallaufkommen verbunden. Für die Produktion von einem Kilogramm Arznei würden durchschnittlich 3,2 Kilogramm Lösungsmittel und 5,4 Liter Wasser verbraucht sowie 5,4 Kilogramm Abfall entsorgt.
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Bundesweiter Test - Leitungswasser teilweise stark mit Keimen belastet
Öko-Test - Pestizide, Keime und Uran im Mineralwasser
Östrogene Wirkung von Mineralwasser schon im Rohwasser vorhanden
Rückstände - Die Grundwasser-Zeitbombe aus dem Arzneischrank [11.02.2007]
Deutschland - Trinkwasser häufig mit Keimen belastet 

02.05.2012

Nach Wunsch der Pharmaindustrie - Union will Medikamentenpreise geheim halten

[Süddeutsche] Wieviel zahlen Krankenkassen Pharmakonzernen wirklich für neue Medikamente? Diese Information möchten die Arzneimittelhersteller verbergen, denn sie fürchten Umsatzeinbußen im Ausland. Die Union will die geforderte "Vertraulichkeit" nun sogar gesetzlich festschreiben - und untergräbt damit eigene Bemühungen zur Reduzierung der Preise. Der Bundestag verzichtet auf eine Debatte.
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27.03.2012

«Krasse Verletzung des Arztgeheimnisses» - Novartis Mitarbeiter bringen deutsche Ärzte dazu, ihre Patientendaten zu kopieren

[Tagesanzeiger] Interne Dokumente sollen es beweisen: Mitarbeiter von Novartis bringen deutsche Ärzte dazu, ihre Patientendaten zu kopieren und einem Berater zu übergeben, der auf der Honorarliste des Pharmaunternehmens steht.
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29.02.2012

Tödliche Schmerzmittel verbieten? - Aspirin und Paracetamol gefährden Leben [Repost]

[Focus] Experten fordern die Rezeptpflicht für einige frei verkäufliche Schmerzmittel. Zu groß sei die Gefahr massiver Nebenwirkungen. Manche Pharmakologen gehen noch einen Schritt weiter: Sie wollen ASS und Paracetamol aus den Apotheken verbannen.
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03.02.2012

Cochrane-Review - Transparency: Roche muss Tamiflu-Studiendaten offenlegen / Bekämpft Tamiflu überhaupt die Grippeviren?

[DAZ] Transparency International Deutschland unterstützt die Forderung der Cochrance Collaboration nach einer Offenlegung der bisher vom Arzneimittelhersteller Roche zurückgehaltenen Tamiflu-Studiendaten. Zugleich fordert die Antikorruptionsorganisation die europäische Arzneimittelagentur EMA, alle zuständigen nationalen Behörden, wissenschaftlichen Fachgesellschaften und zuständigen Gremien auf, sich dieser Forderung ebenfalls anzuschließen.
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Medikamente - Bekämpft Tamiflu überhaupt die Grippeviren?
[Stuttgarter-Zeitung] Stuttgart - Der japanische Kinderarzt Keiji Hayashi hat den Stein ins Rollen gebracht: Er wies das Medizinernetzwerk Cochrane darauf hin, dass es sich in seiner bisherigen Untersuchung des Grippemittels Tamiflu auf eine möglicherweise fragwürdige Studie verlassen hat. In dieser Studie aus dem Jahr 2003 wird behauptet, dass Tamiflu das Risiko von schweren Komplikationen wie etwa einer Lungenentzündung während einer Grippe um 55 Prozent senke. Doch diese Aussage, so Hayashi, stütze sich auf zehn Einzelstudien, von denen nur zwei publiziert und damit nachvollziehbar seien.
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19.01.2012

Tödliche Schmerzmittel verbieten? - Aspirin und Paracetamol gefährden Leben

[Focus] Experten fordern die Rezeptpflicht für einige frei verkäufliche Schmerzmittel. Zu groß sei die Gefahr massiver Nebenwirkungen. Manche Pharmakologen gehen noch einen Schritt weiter: Sie wollen ASS und Paracetamol aus den Apotheken verbannen.
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