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11.09.2013

Berliner Wasserbetriebe BWB - Berlin kauft Wasser zurück / Berliner Wassertisch: Zum Rückkauf der Veolia Anteile



[berliner-zeitung / 10.09.2013] Für 590 Millionen Euro kauft das Land Berlin die teilprivatisierten Wasserbetriebe von Veolia zurück. Es ist die erste komplette Rekommunalisierung eines Landesunternehmens.

Der Rückkauf gilt, wenn er noch in diesem Jahr zustande kommt, rückwirkend ab Januar 2013. Damit sind die Wasserbetriebe das erste komplett rekommunalisierte Landesunternehmen. Die Kaufsumme für die exakt 24,95 Prozent der BWB-Anteile, die der französische Dienstleistungskonzern Veolia bisher hält, beträgt 590 Millionen Euro. Sie liegt damit deutlich unter der Summe, die in Fachkreisen und in der Politik erwartet worden war. 
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Berliner Wassertisch: Zum Rückkauf der Veolia Anteile
[berliner-wassertisch / 10.09.2013] Mit dem Rückkauf der Veolia Anteile an den Wasserbetrieben beendet der Senat eine fast 14jährige Teilprivatisierung. Diese hat der Berliner Bevölkerung die höchsten Wasserpreise unter den deutschen  Großstädten sowie einen Berg an Problemen hinterlassen. Der Berliner Wassertisch begrüßt die Rekommunalisierung, übt aber scharfe Kritik am goldenen Handschlag, den nach RWE jetzt auch Veolia bekommen soll.
Der Kaufpreis könnte niedriger sein, denn:

1. Statt wie vorgeschrieben einen Teil unseres Wassergelds für Investitionen zu nutzen, wurden Veolia und RWE Gewinne zugeschoben. Die BWB haben jetzt einen hohen Investitionsbedarf, was den Wert des Unternehmens mindert.

2. Das Bundeskartellamt hat eine Senkung der Wasserpreise gefordert. Daraus ergibt sich ein niedrigerer Gewinn, was ebenfalls den Wert des Unternehmens mindert.

3. Der Senat ist gewillt, Veolia die voraussichtlichen Gewinne bis 2028 auszuzahlen. Fakt ist, dass der Wasserverbrauch ständig zurückgeht. Auch daraus ergibt sich ein niedrigerer Gewinn, was ebenfalls den Wert des Unternehmens mindert 
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Berlins Wasser: Zum Wohle! 
[berliner-zeitung / 10.09.2013] Eine Bürgerinitiative hat durchgesetzt, dass das Unternehmen wieder ganz der Stadt gehört. Doch die Opposition kann nicht nachvollziehen, warum die Kunden indirekt den Landeshaushalt sanieren sollen. 
Der persönliche Triumph des Finanzsenators, Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD), erklärt sich aber nicht nur daraus, dass in den vergangenen Wochen von deutlich höheren Summen die Rede war, die das Land an den letzten privaten Anteilseigner Veolia zahlen werde.

Es ist auch ein Sieg gegenüber dem Koalitionspartner im rot-schwarzen Senat, insbesondere dem Justizsenator und CDU-Vize Thomas Heilmann. Denn der hatte im vorigen Jahr ebenfalls – ohne Nußbaum vorher zu informieren – Gespräche mit Veolia geführt. Das Ziel der unternehmensfreundlichen Christdemokraten war freilich, Veolia im Land zu halten.
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Antwort auf Anfrage der Linksfraktion - Ausmaß der Vergabe von Aufträgen der Bundesregierung an externe Dritte [PDF]

 
[dip21.bundestag / 28.08.2013] Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Barbara Höll, Harald Koch, Richard Pitterle, Dr. Axel Troost und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 17/14370 –

Vorbemerkung der Fragesteller: 
Die Bundesregierung vergibt Aufträge an externe Dritte in unterschiedlichen Aufgabenbereichen. Hierbei gilt es jedoch zu kontrollieren, inwieweit durch die Übertragung von Aufgaben an externe Dritte die Trennung zwischen öffentlichen und privaten Interessen gewahrt bleibt.

Überdies stellt sich die Frage, in welchem Umfang derartige Aufträge vergeben wurden. Das Verwaltungsgericht Berlin hatte in seinem Beschluss vom 20. Dezember 2012 (27 L 259.12) zu dieser Thematik festgestellt, dass die Öffentlichkeit diesbezüglich ein bekundetes Interesse hat und die Bundesregierung nicht mit Bezug auf die Geheimhaltung die Auskunft über entsprechende Abreden hinsichtlich der Honorare verweigern darf, zumal sich entsprechende Anfragen auf Vorgänge in der Vergangenheit beziehen
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Spendable Ministerien: Bundesregierung zahlte eine Milliarde an Berater 
[spiegel / 09.09.2013] Merkels Minister haben in den vergangenen vier Jahren fast eine Milliarde Euro für externe Berater ausgegeben. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor. Erstaunlich: Fast die Hälfte des Geldes zahlte das Bildungsministerium.
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03.09.2013

Wissen in Bildern - Welche Konzerne hinter Produktmarken stecken [Grafik]


[zeit / 03.05.2013] Die Vielfalt täuscht: Zwar gibt es weltweit Millionen von Produktmarken, dahinter stehen aber nur wenige Konzerne. Oft finden sich vermeintliche Konkurrenten unter einem Dach, etwa die Katzenfuttermarken Whiskas und Kitekat. Wir zeigen die 16 umsatzstärksten Unternehmen, die uns Lebensmittel, Getränke, Tabakwaren, Kosmetika und Reinigungsmittel verkaufen
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Gefallen an Gefälligkeiten – wie Journalisten umgarnt werden / Kurzstudie: Gefallen an Gefälligkeiten - Journalismus und Korruption

[lobbycontrol / 05.08.2013] Luxuriöse Pressereisen, Testautos oder Kooperationen mit Verlagen – die Liste mit Gefälligkeiten, mit denen Unternehmen und Wirtschaftsverbände Journalisten umgarnen, ist lang. Dies birgt Gefahren für Interessenkonflikte, die zu einseitiger Berichterstattung führen können. Eine neue Studie, die das Netzwerk Rercherche in Kooperation mit Transparency Deutschland, der Otto-Brenner-Stiftung und der TU Dortmund herausgegeben hat, beleuchtet das Zusammenspiel von Journalismus und Unternehmen.

Das Ergebnis: Die Grenze zwischen PR und Journalismus wird immer unklarer. Dies gefährdet eine unabhängige Berichterstattung.
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[netzwerkrecherche] Kurzstudie: Gefallen an Gefälligkeiten Journalismus und Korruption [PDF]

Inhalt:
  • Bestechlich sind immer nur die anderen - Wie PR-Profis für gefällige Berichterstattung sorgen Von Markus Grill
  • Starker Antrieb - Die großzügigen Angebote der Automobilbranche Von Boris Kartheuser
  • Wes Brot ich ess, des Lied ich sing - Fragwürdige Kooperationen mit Redaktionen und Verlagen Von Boris Kartheuser
  • Die Welt ist schön - Luxusreisen mit ThyssenKrupp Von Boris Kartheuser
  • Bestechende Informationen - Korruption und Journalismus aus rechtlicher Perspektive Von Reiner Hüper und Michael Klepsch
  • Unbestimmte Grenzen - Compliance für Medien Von Natascha Tschernoster
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31.05.2013

Wolfgang Schäuble (CDU) und die legendäre Bargeldspende – Interview mit Rob Savelberg [2012] / Video

[spreezeitung / 19.09.2012] Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) feierte gestern seinen 70. Geburtstag. Wer Erinnerungen Revue passieren lässt, kommt nicht an der Geschichte rund um die dubiose 100.000-Mark-Spende vorbei, die der Waffenhändler Karl-Heinz Schreiber dem damaligen CDU-Chef Schäuble überreicht haben soll. Drei Jahre ist es nun her, da stellte der holländische Journalist Rob Savelberg (De Telegraaf, Amsterdam) auf einer inzwischen ebenfalls legendären Pressekonferenz in Berlin diesbezüglich kritische Fragen an Kanzlerin Angela Merkel. Eine zufriedenstellende Antwort erhielt er bis heute nicht. Wir haben nachgefragt.
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06.05.2013

US judge receives 28-year jail term for his role in kids-for-cash kickbacks / Der Kids-for-Cash-Skandal

[independent / 30.04.2013] An American judge known for his harsh and autocratic courtroom manner was jailed for 28 years for conspiring with private prisons to hand young offenders maximum sentences in return for kickbacks amounting to millions of dollars.
The Pennsylvania Supreme Court has overturned some 4,000 convictions issued by the former Luzerne County judge between 2003 and 2008, claiming he violated the constitutional rights of the juveniles – including the right to legal counsel and the right to intelligently enter a plea.
Ciavarella Jnr, 61, was tried and convicted of racketeering charges earlier this year but his lawyers had asked for a “reasonable” sentence, claiming that he had already been punished enough.
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Kids-for-Cash-Skandal 
[wikipedia] Der "Kids for cash"-Skandal war ein Korruptionsfall in den USA, der im Jahre 2008 aufgedeckt wurde. Mitglieder des Gerichts von Luzerne County in Wilkes-Barre, US-Staat Pennsylvania, hatten Geldzahlungen von Betreibern privater Gefängnisse entgegengenommen und ihnen im Gegenzug möglichst viele jugendliche Straftäter als Häftlinge zugewiesen.
Angeklagt waren der Gerichtspräsident Mark Ciavarella und der Richter Michael Conahan, von einem privaten Betreiber eines Gefängnisses Zahlungen entgegengenommen zu haben. Als Gegenleistung hatten die Richter häufiger Freiheitsstrafen über jugendliche Straffällige verhängt, die dann in den privaten Gefängnissen verbüßt werden mussten.
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Haben die Großbanken auch die "ISDAfix"-Swap-Sätze manipuliert? Ultimativer Beweis, dass die Finanzmarkt-Verschwörungstheoretiker im Grunde allesamt Recht hatten?

[heise / 29.04.2013] Während der "LIBOR"-Skandal um manipulierte Referenz-Zinssätze noch lange nicht aufgearbeitet ist, haben US- und britische Behörden nun Ermittlungen zu den "ISDAfix"-Quoten aufgenommen, anhand derer die Preise von hunderten Billionen Dollar an Zins-Swaps berechnet werden

Für Matt Taibbi vom Rolling Stone Magazin, der schon den LIBOR-Skandal maßgeblich vorangetrieben hatte, bringt der jüngste Skandal um den Referenz-Satz ISDAfix nun den ultimativen Beweis, dass die Finanzmarkt-Verschwörungstheoretiker im Grunde allesamt Recht hätten und die Wall Street bzw. die Großbanken tatsächlich "schlicht alles" manipulieren könnten und würden.
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02.05.2013

Schüler unter Einfluss - Lobbyisten im Klassenzimmer [ZDF] / Lobbycontrol - Diskussionspapier zu Lobbyismus an Schulen

Wirtschaftsverbände und Konzerne versuchen immer stärker, Inhalte des Schulunterrichts zu beeinflussen. So fordert die Arbeitgeberlobby das Schulfach "Wirtschaft"- angeblich, um Wissensdefizite der Schüler in Bereich Ökonomie zu verringern. Kritiker wie LobbyControl befürchten eine Verengung des Gemeinschaftskundeunterrichts auf die Sichtweise von Industrie und Wirtschaft.

Inzwischen existieren Lehrpläne, Schulbücher und Unterrichtsmaterialien, die nach Ansicht der Kritiker einseitig die private Altervorsorge und den Kauf von Aktien propagieren. In anderen Fällen erklärt die Industrie den Schülerinnen und Schülern die Vorteile des "Frackings" oder richtet Gen-Labore an Schulen ein. Lehrer und Schüler würden so von den PR-Fachleuten der Unternehmen einseitig manipuliert, kritisiert auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Frontal21 über einen PR-Feldzug der Wirtschaftslobby im Klassenzimmer.

Diskussionspapier zu Lobbyismus an Schulen 
[lobbycontrol / 30.04.2013] Lobbyismus macht auch vor der Schultüre nicht halt. Wir haben untersucht, mit welchen Methoden Lobbyisten Einfluss auf den Unterricht nehmen und welche Motive dahinter stecken. Das alarmierende Ergebnis haben wir in unserem Diskussionspapier „Lobbyismus an Schulen“ veröffentlicht. Es zeigt: Die Einflussnahme auf Kinder und Jugendliche wird professionell organisiert und ist Teil langfristiger und umfassender Lobbystrategien. Mit einem offenen Brief an die Bildungsminister protestieren wir gegen diese Einflussnahme auf Kinder und Jugendliche.
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27.04.2013

Libors twin brother: The Biggest Price-Fixing Scandal Ever

[rollingstone / 25.04.2013] Conspiracy theorists of the world, believers in the hidden hands of the Rothschilds and the Masons and the Illuminati, we skeptics owe you an apology. You were right. The players may be a little different, but your basic premise is correct: The world is a rigged game. We found this out in recent months, when a series of related corruption stories spilled out of the financial sector, suggesting the world's largest banks may be fixing the prices of, well, just about everything.

You may have heard of the Libor scandal, in which at least three – and perhaps as many as 16 – of the name-brand too-big-to-fail banks have been manipulating global interest rates, in the process messing around with the prices of upward of $500 trillion (that's trillion, with a "t") worth of financial instruments. When that sprawling con burst into public view last year, it was easily the biggest financial scandal in history – MIT professor Andrew Lo even said it "dwarfs by orders of magnitude any financial scam in the history of markets."

That was bad enough, but now Libor may have a twin brother.
Regulators are looking into whether or not a small group of brokers at ICAP may have worked with up to 15 of the world's largest banks to manipulate ISDAfix, a benchmark number used around the world to calculate the prices of interest-rate swaps.
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21.04.2013

3Sat würgt Prof. Helge Peukert ab, als dieser beginnt die Wahheit über Enteignung auszusprechen [3sat]


(03:25 Min): Prof. Peukert beginnt die Enteignung der Kleinsparer zu erläutern, da muss die Interviewerin erst einmal durchatmen und dann intervenieren.

Im anschließenden Blog
http://blog.zdf.de/3sat.makro/2013/04/11/schulden-immer-schlimmer-reden-sie-mit/
welcher leider dann auch noch technische Probleme hatte, entlädt sich die Verärgerung der Zuschauer, sodass sich die Redaktion veranlasst sieht, folgendes zu veröffentlichen:
"Liebe Blog-Besucher und makro-Zuschauer, wir möchten uns mit aller Deutlichkeit von dem Vorwurf distanzieren, wir hätten Herrn Peukert in unserer Sendungen aus inhaltlichen Gründen "abgewürgt". Wie alle anderen Sendungen dürfen auch wir uns nur in einem festgelegten zeitlichen Rahmen bewegen. Auch wir als Redaktion hätten uns gewünscht, Herrn Peukert spontan mehr als die geplante Zeit einräumen zu können. Leider war das aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Inhaltliche Erwägungen spielten dabei keine Rolle.

Redaktion makro"

16.04.2013

Schäuble will deutsches Steuer-FBI / Wie der Staat unbequeme Steuerfahnder kaltstellt



[sueddeutsche / 11.04.2013] Finanzminister Schäuble will den Kampf gegen Steuerhinterziehung verschärfen. Eine vom Bund geführte Steuerfahndung, die dem Bundeszentralamt für Steuern untergeordnet ist, soll die Schlupflöcher stopfen. Doch zuerst müssen die Länder mitspielen.
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Paranoia-Affäre - Wie der Staat unbequeme Steuerfahnder kaltstellt
[capital / 21.01.2013] Vier exzellente Ermittler, die am Finanzplatz Frankfurt die Banken das Fürchten lehrten, werden vom Staat für paranoid erklärt. Jetzt klagen sie gegen das Land Hessen. Gutachten, die Capital exklusiv vorliegen, belegen: Die Diagnose ist nicht haltbar. Report einer staatlich inszenierten Zwangspsychiatrisierung.
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06.04.2013

Privatisierung: Die zweifelhafte Rolle der Gutachter [ARD] / Deutschlandradio Kultur - Wie Geheimverträge zwischen Staat und Wirtschaft die Demokratie unterwandern! [Audio] [2011]


[ndr / 04.04.2013] Schulen, in denen es durchs Dach regnet. Schwimmbäder, in denen sich die Kacheln lösen. Straßen, die nur notdürftig geflickt werden: In vielen Orten verfällt die öffentliche Infrastruktur, denn vielen Kommunen fehlt schlicht das Geld, um den Sanierungsstau aufzulösen. Doch inzwischen meinen immer mehr Kämmerer, einen Ausweg aus dieser Situation zu kennen: Public-Private-Partnership, kurz PPP. Bei diesen öffentlich-privaten Projekten finanziert ein privater Investor den Bau vor und übernimmt typischerweise über zwei bis drei Jahrzehnte den Betrieb. Damit könne nicht nur schneller gebaut werden, das Ganze käme den Steuerzahler auch noch günstiger, versprechen die Befürworter.

Doch tatsächlich entpuppt sich die vermeintliche Zauberformel PPP immer wieder als besonders teure Lösung, nämlich dann, wenn die Rechnungshöfe von Bund und Ländern die Projekte genauer unter die Lupe nehmen. In einem gemeinsamen, 81 Seiten starken Bericht fassten sie ihre Prüfungen der Wirtschaftlichkeit von PPP-Projekten zusammen. Das Resultat: Die Effizienzvorteile seien "häufig zu hoch ermittelt oder nicht schlüssig nachgewiesen". Mit anderen Worten: Es wird künstlich billig gerechnet, was am Ende oft teurer kommt.

Doch wie kann es zu so etwas kommen?
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Deutschlandradio Kultur - Wie Geheimverträge zwischen Staat und Wirtschaft die Demokratie unterwandern! [Audio]

Deutschlandradio Kultur- 19.01.2011 · 19:30 Uhr
Kommunen haben längst nicht nur ihre Trinkwasserversorgung und Energieinfrastruktur, sondern auch Abwasserkanäle, Gefängnisse, Schulen, Straßen und Brücken verkauft.

Bundesweit gibt es circa 180 geheime Vereinbarungen zwischen Städten und privaten Unternehmen, die häufig dazu dienen, die wahre Aufteilung von Nutzen und Lasten zu verschleiern.

Die gesetzlich vorgeschriebene Geheimhaltung der Verträge von so genannten Public-Private-Partnerships symbolisiert eine neue Strategie, um die Kontrolle solcher Geschäfte systematisch zu umgehen.

Stuttgart 21 oder die umstrittene Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zeigen jedoch, dass das öffentliche Interesse an der Offenlegung derartiger Geheimabsprachen groß ist. So gilt nicht erst in Zeiten von Wikileaks - Politik braucht Transparenz.


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Die Jagd nach Land - Das globale Geschaeft mit fruchtbarem Boden [Doku] [ARD]


Boden ist ein traditionsreiches Gut und seit Menschengedenken Quelle unserer Ernährung. Doch vor allem seit der Wirtschaftskrise 2008 entwickelt sich eine neue, globale Tendenz der Ausbeutung.

Nun drängt sich auch Kapital aus der Finanzwelt massiv in Acker- und Grünland, denn Anleger suchen mehr denn je nach Investitionen, die eine sichere Rendite bringen – und Agrarflächen bieten dieses Potenzial.

Nutzbare Flächen haben sich auf der ganzen Welt seit den 60er Jahren halbiert – gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung und braucht Lebensmittel. Bei schrumpfendem Angebot steigt die Nachfrage exponentiell. Eine fantastische Investitionsmöglichkeit und "ein Makrotrend, der sich hier für Investoren erschließt", erklärt Detlef Schön, CEO der Agrofonds von Aquila Capital.

Welche gesellschaftlichen Folgen hat das Eindringen der Finanzwelt in die Landwirtschaft nicht nur global, sondern auch in Deutschland? Ist das Geschäft mit dem Land überhaupt ethisch vertretbar? Und: Gibt es einen möglichen Ausweg?


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04.04.2013

Unkenntnis der Bundesregierung über Kapitalflucht aus Zypern ist ein Skandal

[sahra-wagenknecht / 03.04.2013] "Das ist starker Tobak. Die Bundesregierung will mit Steuergeldern Zyperns Banken retten, kennt aber die Kapitalflucht nur aus der Zeitung", kommentiert Sahra Wagenknecht die Antwort auf ihre schriftliche Einzelfrage an die Bundesregierung zur Kapitalflucht aus Zypern, wonach die Bundesregierung ihre Kenntnisse über Kapitalflucht aus Zypern nur aus den Medien beziehe.

Die Erste stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter: "Die Bundesregierung ist entweder fahrlässig im Umgang mit Steuergeldern oder unglaubwürdig. Vor den Verhandlungen mit Zypern wurden sogar Berichte des Bundesnachrichtendienstes (BND) bemüht, um russisches Schwarzgeld zu enttarnen. Jetzt, wo die brutalen Kürzungspakte gegen die kleinen Leute in Sack und Tüten sind und der Parteifreund von Kanzlerin Merkel, Präsident Nikos Anastasiades, beschuldigt wird, seinen Clan mit Insiderwissen versorgt zu haben, will die Bundesregierung von Geldwäsche nichts mehr wissen.
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Offshore-Leaks - Geheime Geschäfte in Steueroasen enttarnt

[sueddeutsche / 04.04.2013] Wer steckt wirklich hinter zwielichtigen Briefkastenfirmen? Eine anonyme Quelle hat der SZ und anderen internationalen Medien einen Datensatz mit 130.000 Namen zugänglich gemacht. Experten sprechen vom "größten Schlag gegen das große schwarze Loch der Weltwirtschaft".
Die Enthüllungen bieten einen bislang unbekannten Einblick in einen Zweig der Finanzindustrie, der von totaler Diskretion lebt. Europäische Fachleute vergleichen das neue Datenleck mit dem Fall der Steuer-CDs, deren Aufkommen vor einigen Jahren Liechtenstein und die Schweiz unter Druck brachte und in beiden Ländern für erhebliche Veränderungen sorgte. "Ich habe noch nie so etwas gesehen. Die geheime Welt ist öffentlich geworden", sagte der kanadische Rechtsprofessor und Steuerexperte Arthur Cockfield.
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02.04.2013

Liste mit 136 Firmen aufgetaucht - Die Zypern-Connection schaffte ihre Euro-Millionen ins Ausland / Zypern bürdet Bevölkerung heftiges Sparpaket auf

[focus / 01.04.2013] Die Kapitalflucht aus Zypern hat enorme Ausmaße: Nicht nur die Familie des zyprischen Präsidenten, auch 136 Firmen sollen ihr Vermögen ins Ausland geschafft haben, ehe die Zwangsabgabe zur Banken-Rettung beschlossen wurde. Das belegt eine neue Liste.
weiter

[homment] List With 132 Names Who Pulled Billions Of Cyprus Deposits Ahead Of "Confiscation Day"
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Finanzkrise: Zypern bürdet Bevölkerung heftiges Sparpaket auf
[spiegel / 02.04.2013] Steuern rauf, Löhne runter: Zypern steht kurz vor Abschluss seines Sparpakets. Staatsbetriebe werden demnach verkauft, die umstrittene Unternehmensteuer steigt, Gehälter und Renten werden gestutzt.
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01.04.2013

Greg Palast - How George Bush won the war in Iraq - really! (f you thought it was "Blood for Oil" -- you're wrong. It was far, far worse)

An infographic produced by the author presenting the Iraq war's secret history. Click to enlarge.


[gregpalast / 29.03.2013] Because it was marked "confidential" on each page, the oil industry stooge couldn't believe the US State Department had given me a complete copy of their secret plans for the oil fields of Iraq. Actually, the State Department had done no such thing. But my line of bullshit had been so well-practiced and the set-up on my mark had so thoroughly established my fake identity, that I almost began to believe my own lies
The key was in the flow chart on page 15, Iraq Oil Regime Timeline & Scenario Analysis: "...A single state-owned company ...enhances a government's relationship with OPEC."

And that's how George Bush won the war in Iraq. The invasion was not about "blood for oil", but something far more sinister: blood for no oil. War to keep supply tight and send prices skyward.

Oil men, whether James Baker or George Bush or Dick Cheney, are not in the business of producing oil. They are in the business of producing profits.

And they've succeeded. Iraq, capable of producing six to 12 million barrels of oil a day, still exports well under its old OPEC quota of three million barrels. The result: As we mark the tenth anniversary of the invasion this month, we also mark the fifth year of crude at $100 a barrel.

As George Bush could proudly say to James Baker: Mission Accomplished!
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30.03.2013

Soffin - Bankenretter haben Millionen-Aufträge freihändig vergeben / Antwort auf Anfrage der Linksfraktion / Staatsgeheimnis Bankenrettung [Doku] Arte]

[handelsblatt / 27.03.2013] Berater haben während der Finanzkrise Millionen-Einnahmen verzeichnet. Allerdings wurden ihre Aufträge von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung nicht öffentlich ausgeschrieben. Grüne fordern nun Aufklärung.
Nach einer unter Verschluss gehaltenen Liste aus dem Bundesfinanzministerium vergab die die FMSA zur Bewältigung der Bankenkrise Beratungsaufträge im Volumen von etwa 100 Millionen Euro. Empfänger dieser Mandate waren rund 100 Berater, darunter teilweise jene Akteure, die als Verursacher der Finanzkrise gelten, etwa die Investmentbanken Goldman Sachs und Citigroup.
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Antwort auf Anfrage der Linksfraktion - Bankenrettungsfonds zahlt 100 Millionen für Berater 
[nd / 07.03.2013] Der Bankenrettungsfonds hat seit Herbst 2008 fast 100 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Klaus Ernst hervor. Zu den Auftragnehmern des umfangreichen Beratungsgeschäfts gehören Banken wie Goldman Sachs, Credit Suisse und Deutsche Bank sowie Unternehmensberatungen wie McKinsey und Ernst & Young. Auch die Wirtschaftskanzlei Freshfields erhielt
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[linksfraktion] Antwort auf Anfrage der Linksfraktion - FMSA Fremdaufträge [PDF]
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Staatsgeheimnis Bankenrettung [Doku] Arte]

Im Verlauf der Eurokrise haben zahlreiche Banken gigantische Summen verloren. So sehen sich Staaten wie Griechenland, Spanien und Irland gezwungen, ihre Geldinstitute mit Milliardenbeträgen zu stützen. Aber wohin fließt das Geld wirklich? Wem schulden die maroden Banken das Geld? Der Wirtschaftsjournalist Harald Schumann sucht nach Antworten.

50 Milliarden Euro in Griechenland, 70 Milliarden Euro in Irland, 40 Milliarden Euro in Spanien - ein Eurostaat nach dem anderen sieht sich gezwungen, seine Banken mit gigantischen Summen zu stützen, um damit die Verluste auszugleichen, die den Geldhäusern aus faulen Krediten entstanden sind. Aber wohin gehen die Milliarden eigentlich? Wer sind die Begünstigten? Mit dieser einfachen Frage reist der preisgekrönte Wirtschaftsjournalist und Sachbuchautor Harald Schumann quer durch Europa und bekommt verblüffende Antworten. Die Geretteten sitzen - anders als häufig vermittelt und von vielen angenommen wird - nicht in den ärmeren Eurostaaten, sondern hauptsächlich in Deutschland und Frankreich. Ein großer Teil des Geldes landet nämlich bei den Gläubigern der Banken, die gerettet werden wollen oder müssen. Und obwohl diese Anleger offenkundig schlecht investiert haben, werden sie - entgegen aller Logik der freien Marktwirtschaft - auf Kosten der Allgemeinheit vor jeglichen Verlusten geschützt. Warum ist das so? Wer bekommt das Geld? Eigentlich simple Fragen, die aber den Kern der europäischen Identität berühren. Harald Schumann gelingt es auf seine eigene, unnachahmliche Weise, dieses komplizierte Thema jedermann verständlich zu machen. Und er vertritt ebenso kenntnisreich wie beherzt seine Meinung. "Staatsgeheimnis Bankenrettung" ist der leidenschaftlichste Film, der je zur Bankenkrise gemacht wurde.


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25.03.2013

Konsumforscher Häusel: "Denken kostet Energie" - Die hohe Kunst der Kaufverführung

[badische-zeitung / 22.03.2013] Die hohe Kunst der Kaufverführung ist sein Fachgebiet: Der Psychologe Hans-Georg Häusel berät Firmen, wie Verbraucher ticken und wie sie ihr Angebot auf die jeweilige Zielgruppe abstimmen können. Ein Interview.
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24.03.2013

Dieser Typ hat einen gigantischen Kredit aufgenommen, um das Finanzsystem zu zerstören / Revolution from below: Coopertiva Integral Catalana

[vice / 19.03.2013] Der Kapitalismusgegner Enric Duran lieh sich 2008 von 39 verschiedenen spanischen Banken insgesamt 492.000 Euro, ohne die kleinste Absicht oder Hoffnung, das Geld irgendwann zurückzuzahlen. Aber er hat natürlich nicht alles für diamantenbesetzte Küchenmesser und Luxusfrisbees ausgegeben. Stattdessen hat er das meiste Geld in eine Reihe Antikapitalismuskampagnen gesteckt und den Rest in Crisi, eine kostenlose Zeitung, die seine Aktionen dokumentiert und andere zum Mitmachen aufruft, investiert.
Du kommst mir wie ein Versuchskaninchen mit Bomben am Körper vor, das versucht, das System zu zerstören und Alternativen auszuprobieren.
Wir erschaffen aus dem Nichts ein neues System. Es ist ein offenes, kein geschlossenes System. Keiner wird gezwungen, daran teilzunehmen. Mit dieser Art von Freiheit reparieren wir alles und entscheiden, wie das Gesundheitswesen, die Wirtschaft, Konflikte und viele weitere Dinge unserer Meinung nach funktionieren sollten. Wir testen es schon durch die Catalan Integral Cooperative (CIC) und ähnliche Projekte.
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Revolution from below: Coopertiva Integral Catalana
[autonomies / 12.03.2013] The Cooperative is one of the most radical expressions of anti-capitalist politics in spain today, both in terms of its guiding ideals, as well as the projects that it has sought to put into place.  And it has, previous to, but also in the wake of 15M, inspired a number of similar efforts (Madrid, Auzolan (Basque region), Riojana, Andaluza, Valenciana, Aragón, Asturias).
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WHAT IS THE INTEGRAL CATALAN COOPERATIVE ?
[cooperativa.ecoxarxes.cat] It is a transition initiative that will allow us to build a lifestyle where neither the bank nor the state will be needed, resting on different legal forms to cover the needs of its members.

- Cooperative as a self-managed economic and political project where each member participates equally.

- Integral because it gathers all the basic elements of an economic system such as production, consumption, tinance and has its own currency. At the same time it wants to integrate the full range of activity sectors needed in people's lives.

- Catalan because it is organized and operates in the territory of Catalonia.
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