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27.09.2013

TTIP: Die Wunschlisten der Lobbyisten / "Das Parlament soll nicht bestimmen dürfen, was der Wirtschaft erlaubt ist"

[carta / 20.09.2013] Wer genauer wissen möchte, was mit TTIP auf Europa zukommt, muss die Papiere durcharbeiten, die allerlei Lobbyorganisationen und Interessenvertretungen bei der EU eingereicht haben. Zwar ist nicht zu erwarten, dass die EU alle Wünsche, die dort an sie herangetragen werden, erfüllen wird. Aber immerhin bieten diese Vorstöße einen Gesamtüberblick über das Themenfeld.

Auffällig ist zunächst, dass die Zivilgesellschaft nur ausgesprochen schwach vertreten ist. Nur ein einziges der insgesamt 52 eingereichten Stakeholder-Papiere vertritt explizit ihre Interessen. Es stammt von einer Organisation mit dem bezeichnenden Namen „Plateforme contre le transatlantisme“.
Die einzigen Daten, die dann doch wirksam geschützt werden müssen, sind Geschäftsgeheimnisse. Hier konstatiert die Lobby einen „lack of adequate protection“. Die beiden Partner sollten daher ihrer Verpflichtung aus dem TRIPS-Abkommen nachkommen: “should abide by their duty to implement Section 7, Art. 39 of the TRIPS agreement on protecting undisclosed information as a form of intellectual property.“
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"Das Parlament soll nicht bestimmen dürfen, was der Wirtschaft erlaubt ist"
[heise / 18.09.2013] Der Name hört sich harmlos an: Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). Aber was das von US-Präsident Obama, der Bundesregierung und dem EU-Ministerrat befürwortete Freihandelsabkommen zwischen EU und den USA beinhaltet, hätte enorm weitreichende Folgen. Das Abkommen ist nicht nur Attac und 21 deutsche Nichtregierungsorganisationen sowie den Österreichischen Gewerkschaftsbund alarmierend. Fritz Glunk, Herausgeber der Kulturzeitschrift "Die Gazette", schrieb eine vielbeachtete kritische Analyse, die die "Süddeutsche Zeitung" als Gastbeitrag veröffentlichte. Rolf-Henning Hintze befragte Glunk zu dem umstrittenen Vorhaben.
Alle Länder, die dieses Abkommen unterschrieben haben, verpflichten sich, diese Prinzipien einzuhalten. Diese Prinzipien sind, wenn man jetzt Völkerrechtler fragen würde, erst einmal nur "soft law", d.h. sie haben keine unmittelbar rechtliche Bindungswirkung. Jetzt fangen diese Klauseln an, in völkerrechtlichen Verträgen drin zu stehen, und die schlimmste davon ist die Stillstands-Klausel (standstill clause). Sie besagt, dass keine gesetzlichen Regelungen beschlossen werden dürfen, die den Freihandelsaustausch von Waren, Dienstleistungen, Kapital und allem, was handelbar ist, behindern dürfen, und dass die Gesetze, die diesen freien Austausch noch behindern, nur in ihrer einschränkenden Wirkung gemindert, aber nicht erhöht werden können. Und wenn sie einmal vermindert worden sind, dürfen sie nicht wieder neu erhöht werden.

Das bedeutet, unsere Parlamente haben gar nicht mehr die Möglichkeit, bestimmte Gemeinwohlgüter stärker schützen als früher, wenn dem ein Freihandelsabkommen mit so einer Standstill-Klausel entgegensteht, weil das nun weitgehend schon liberalisiert ist. Das heißt, unsere Parlamente werden damit entmachtet.
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23.04.2013

CISPA - Congress Sells Your Privacy For A Cool $84 Million

[techdirt / 22.04.2013] In case you were wondering why so many Democrats switched sides during the most recent CISPA vote, the answer is exactly what you think it is: $$$. And lots of it. Last year's CISPA vote only managed to secure 40 Democrat supporters. This time around, the number leapt to 92.
[A] new coalition of special interests, which include America's two largest cellular service providers AT&T, Inc. and Verizon Wireless -- jointly owned by Verizon Communications Inc. and Vodafone Group Plc. -- as well as two of the nation's largest software firms Microsoft Corp. and Intel Corp., came together to create a similar data grab bill (Microsoft has since renounced its support). Security firms like Symantec Corp. also backed the bill.
Pushing the bill through was $84M USD in funding from special interest backers.
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07.02.2013

"ACTA" heisst jetzt "TAFTA"

[netzpolitik / 05.02.2013] Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz wurde bekannt, dass im Zuge der Verhandlungen rund um ein transatlantisches Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU auch Änderungen an Urheberrecht bzw. Copyright behandelt werden sollen. Über den konkreten Verhandlungsstand ist in bester ACTA-Tradition jedoch nichts bekannt. Monika Emert kann in ihrem Bereicht für heise.de deshalb auch nur spekulieren:
Ein umfassendes Abkommen wie TAFTA sei aber schwerer wegen einzelner Bestimmungen zu kippen als das beim Spezialabkommen ACTA der Fall war.

Angesichts des Lobby-Drucks von Seiten großer US-Unternehmen und dem schon bekannten Muster geheimer Verhandlungen scheint TAFTA also kaum das Forum für jene ausgewogene Reformen zu sein, die das Urheberrecht mit digitalem Alltagshandeln wieder versöhnen könnten; eher im Gegenteil, es würde mich nicht wundern, sollten einige Zombie-Passagen aus ACTA im Kontext von TAFTA wiederauferstehen.
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24.09.2012

Clean IT: Die EU-Kommission will das Internet überwachen und filtern, ganz ohne Gesetze / [Confidential] Detailed Recommendations [PDF]

[netzpolitik] Europäische Internet-Anbieter sollen alle Internet-Verbindungen überwachen und bestimmte Inhalte herausfiltern. Das schlägt das Clean IT Projekt in einem internen Entwurf vor, den European Digital Rights heute veröffentlicht hat. Im Kampf gegen den Terrorismus sollen Firmen freiwillig ihre Geschäftsbedingungen verschärfen, am Gesetzgeber vorbei.
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CleanIT – Pläne zur Überwachung des Internets im großen Stil
[edri] A leaked document from the CleanIT project shows just how far internal discussions in that initiative have drifted away from its publicly stated aims, as well as the most fundamental legal rules that underpin European democracy and the rule of law.

The European Commission-funded CleanIT project claims that it wants to fight terrorism through voluntary self-regulatory measures that defends the rule of law.
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[edri] [Confidential / Not for publication] Clean IT Project – Detailed Recommendations [PDF]
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27.08.2012

EFF: TPP geht gefährlich weit über ACTA hinaus


[Netzpolitik] Die Electronic Frontier Foundation (EFF) veröffentlichte gestern eine detaillierte Analyse des letzten Leaks des sogenannten Trans-Pacific Partnership Abkommens (TPP). Carolina Rossini und Kurt Opsahl erklären, was dieses Freihandelsabkommen bedeutet, wieso es sogar noch über ACTA hinausgeht und wie Provider damit gezwungen werden, das Internet zu überwachen.
Gemäß Artikel 16 im aktuellsten Leak (pdf) des Abkommens sollen die Pazifikstaaten „rechtliche Anreize“ für die privatisierte Durchsetzung des Urheberrechts durch Internetdienstanbieter schaffen. Provider sollen demnach ohne gerichtliche Kontrolle enger mit Rechteinhabern „kooperieren“. Eine ähnliche Formulierung gab es bereits in Art. 27 ACTA – in beiden Fällen wurden sie von der US-Unterhaltungsindustrie inspiriert und oft ist hiermit ein Three-Strikes-Modell gemeint.
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TPP Creates Legal Incentives For ISPs To Police The Internet. What Is At Risk? Your Rights.

[EFF] TPP article 16.3 mandates a system of ISP liability that goes beyond the US Digital Millennium Copyright Act (DMCA) standards and US case law. In sum, the TPP pushes a framework beyond ACTA[1] and possibly the spirit of the DMCA, since it opens the doors for:
  • Three-strikes policies and laws that require Internet intermediaries to terminate their users’ Internet access on repeat allegations of copyright infringement
  • Requirements for Internet intermediaries to filter all Internet communications for potentially copyright-infringing material
  • ISP obligations to block access to websites that allegedly infringe or facilitate copyright infringement
  • Efforts to force intermediaries to disclose the identities of their customers to IP rightsholders on an allegation of copyright infringement.
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10.07.2012

IPRED 2, CETA, TPP InPoSec, Indect - Der "Geist" von ACTA lebt weiter

[Futurezone] Das umstrittene Anti-Piraterie-Abkommen ACTA wurde vergangene Woche vom EU-Parlament abgelehnt. Doch der „Geist" von ACTA, mit dem die Freiheit im Internet beschränkt werden soll, lebt weiter. IPRED 2, CETA oder TPP sind alles Projekte und Gesetzes-Vorhaben, die darauf abzielen.  
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04.07.2012

Abstimmung im EU-Parlament - Aus für ACTA-Abkommen / Gerüchte um die nächsten Geheimverträge - TPP

[Tagesschau] Das Europaparlament hat das umstrittene Urheberrechtsabkommen ACTA endgültig abgelehnt. Wie erwartet stimmte eine breite Mehrheit der Abgeordneten in Straßburg gegen den Vertrag, den die EU-Kommission mit den USA und neun anderen Ländern ausgehandelt hatte. 478 Parlamentarier stimmten mit "Nein", nur 39 befürworteten das Vertragswerk. 165 Abgeordnete, vor allem Christdemokraten, enthielten sich ihrer Stimme.
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 ACTA: Gerüchte um die nächsten Geheimverträge [02.02.2012]
Sie wollen angeblich mit der Trans-Pacific Partnership (TPP) eine Regel etablieren, die die Urheberrechte noch besser schützt und den freien Austausch von Daten und Informationen letztlich noch mehr einschränkt. Wie Ars Technica unter Bezug auf Quellen in Hollywood berichtete, sind die Geheimverhandlungen bereits in vollem Gange. Dabei soll sich ACTA immerhin noch an US-Recht halten. Die TPP-Pläne sollen – soweit sie bekannt sind – weit darüber hinausgehen und alle Einschränkungen, auf die man in ACTA verzichten musste, wieder aufnehmen.
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Trans-Pacific Strategic Economic Partnership 
[Wikipedia] The USTR proposal for the TPP intellectual property chapter would:
  1. Include a number of features that would lock-in as a global norm many controversial features of U.S. law, such as endless copyright terms.
  2. Create new global norms that are contrary to U.S. legal traditions, such as those proposed to damages for infringement, the enforcement of patents against surgeons and other medical professional, rules concerning patents on biologic medicines etc.
  3. Undermine many proposed reforms of the patent and copyright system, such as, for example, proposed legislation to increase access to orphaned copyrighted works by limiting damages for infringement, or statutory exclusions of "non-industrial" patents such as those issued for business methods.
  4. Eliminate any possibility of parallel trade in copyrighted books, journals, sheet music, sound recordings, computer programs, and audio and visual works.
  5. Require criminal enforcement for technological measures beyond WIPO Internet Treaties, even when there is not copyright infringement, impose a legal regime of ISP liability beyond the DMCA standards.
  6. Require legal incentives for service providers to cooperate with copyright owners in deterring the unauthorized storage and transmission of copyrighted materials.
  7. Require identifying internet users for any ISP, going beyond U.S. case law, includes the text of the controversial US/KOREA side letter on shutting down web sites.
  8. Require adopting compensation for infringement without actual damages.
  9. Require criminal punishment of commercial and non-commercial copyright and trademark infringement.
The proposals have been accused of being excessively restrictive, providing intellectual property restraints beyond those in the Korea-U.S. Free Trade Agreement and Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA).weiter: 

21.06.2012

Anti-Piraterie-Abkommen - Ausschuss des Europäischen Parlaments lehnt Acta ab

[Tagesspiegel] Ein starkes Signal gegen Acta - die Mehrheit der Abgeordneten im Handelsausschuss sprachen sich gegen das Anti-Piraterie-Abkommen aus. Dies wird als richtungsweisend für die Plenumsabstimmung gesehen.  
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04.05.2012

EU-Kommissarin Kroes erklärt ACTA Abkommen für erledigt / CISPA: Mozilla wehrt sich, sonst kaum jemand

[Tagesschau] Dass es Politiker, zumal, wenn es sich um EU-Politiker handelt, in die Trends von Twitter schaffen, ist eher ungewöhnlich. Neelie Kroes, EU-Kommissarin mit Zuständigkeitsgebiet für Medien und damit für die "Digitale Agenda", hat aber genau das heute geschafft: Denn auf der Konferenz re:publica in Berlin erklärte sie das umstrittene Urheberrechtsabkommen ACTA für erledigt: "Macht Euch um ACTA keine Sorgen mehr", sagte Kroes in Richtung der Netzaktivisten, die seit Monaten gegen das Abkommen Front machen.
Es sei daher wahrscheinlich, dass das Vertragswerk nicht in Kraft treten werde.

Kroes' Sprecher in Brüssel erklärte inzwischen, dass Kroes ebenso wie die gesamte Kommission weiterhin von der Richtigkeit ACTAs überzeugt sei. Allerdings habe sich seine Chefin offenbar mit "der politischen Realität" abgefunden.
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CISPA: Mozilla wehrt sich, sonst kaum jemand 
[Chip] CISPA hat unter den IT-Firmen scheinbar nur einen einzigen Gegner: Mozilla. Das neueste und gleichzeitig sehr umfassende Cybersecurity-Gesetz der USA wird bislang von keinem anderen namhaften IT-Unternehmen kritisiert.  
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29.04.2012

CISPA: USA: Repräsentantenhaus winkt Überwachungsgesetz durch

[Heise] Mit 248 zu 168 Stimmen bei 15 Enthaltungen hat das US-amerikanische Repräsentantenhaus für den Cyber Intelligence Sharing and Protection Act (CISPA) gestimmt. Es soll die Netz-Infrastruktur besser schützen helfen, indem Unternehmen und Behörden Informationen über Bedrohungen austauschen. Zu dem Gesetz wurden einige Ergänzungen ebenfalls angenommen, unter anderem ein Vorschlag (PDF-Datei) des Republikaners Bob Goodlatte, durch den enger definiert wird, welche Informationen die Bundesbehörden bekommen dürfen.  
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CISPA Is Ridiculously Hideous (And It Just Passed The House)
[Businessinsider] Total surveillance of the people is what Congress ultimately wants, so it is no surprise that this is apparently a top legislative priority for them -- even at a time when 1 out of every 2 recent college graduates face unemployment. Even at a time when our total public debt is above $15 trillion. weiter:

04.04.2012

SOPA 2.0 - CISPA: Neues US-Gesetz bedroht Datenschutz im Internet

[DerStandard] Ist noch restriktiver als die zu Fall gebrachten Gesetze SOPA und PIPA - Umgeht Datenschutzrecht

Anfang des Jahres gab es in den USA große Proteste gegen das Anti-Piraterie-Gesetz SOPA (Stop Online Piracy Act). Auch große Seiten wie Wikipedia beteiligten sich am Widerstand und färbten ihre Seiten schwarz. Doch einige Kongressmitglieder geben nicht auf. Mit CISPA (Cyber Intelligence Sharing and Protection Act) gibt es einen neuen Gesetzesentwurf, der noch restriktiver gegen Cyber-Kriminalität vorgehen soll.
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ACTA: Gerüchte um die nächsten Geheimverträge - Trans-Pacific Partnership (TPP)

04.03.2012

Wie eine Koalition aus Technologie- und Medienunternehmen unser Internet zu einem sicheren Ort für Kinder machen will

[Piksa] Von einer Sitzung dieser Koalition wurde nun durch den Blogger Fefe ein Gesprächsmitschnitt verlinkt, der es Interessierten ermöglicht, sich einen Eindruck davon zu machen, mit welcher Geisteshaltung diese “Koalition der Willigen” sich anschickt, unter dem Prätext der Bekämpfung von Kindesmissbrauchsdarstellung Zensur- und Filtertechnologien zu propagieren.

Ich habe mir die nun veröffentlichte Sitzung angehört und für die interessierte Öffentlichkeit meine persönlichen Highlights jeweils mit Zeitmarke herausgearbeitet.

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ACTA - Mitschnitt eines Treffens der Arbeitsgruppe "Koalition der Willigen" in der Europäischen Kommission
Beide ACTA-Rechtsgutachten der EU verfügbar - Ungeachtet der Verschleierungstaktik sind die Dokumente frei einsehbar

01.03.2012

Beide ACTA-Rechtsgutachten der EU verfügbar - Ungeachtet der Verschleierungstaktik sind die Dokumente frei einsehbar

[Politisieren] Als Service für unsere juristisch interessierte Leserschaft bieten wir den Direktlink auf die laut EU-Parlaments-Vizepräsident Wieland angeblich geheimen Dokumente an. Die Geheimhaltungs-Posse ist inzwischen um einige Facetten reicher. Vor allem konservative Abgeordnete verlinken seit Wochen auf zumindest eines der beiden Gutachten - und nutzen es zum Untermauern iher verschiednenen Ansichten. Unterhaltsam dabei: Warum müssen EU-Abgeordnete auf einen Datenspeicher einer externen, ACTA-Kritischen Vereinigung verweisen und nicht auf offizielle Server der Europäischen Union. Was der tatsächliche Status der Dokumente ist, weiß keiner so genau.
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29.02.2012

Clean IT: Die EU will das Internet “sauber” und “gesund” halten

[Netzpolitik] Woran denkt man als erstes, wenn man das Wort “Internet” hört? Richtig: Terroristen! Zum Glück tut die EU etwas dagegen. Mit dem Clean IT Projekt will die Kommission die “terroristische Nutzung des Internets einschränken” und die “illegale Nutzung des Internets bekämpfen”.
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Clean-IT – „sauberes“ Internet oder einfach Internet-Zensur?
[schildverlag] Clean-IT, nicht zu verwechseln mit http://www.clean-it.at/ wo es um faire Arbeitsbedingungen in der Computerindustrie geht, betrifft ebenfalls das Internet und gibt vor, uns vor Terrorismus schützen zu wollen, oder wohl eher: vor dem Internet insgesamt, und reiht sich in ACTA und IPRED nahtlos ein, ist aber um einiges raffinierter und, wer hätte es gedacht, auch umfassender.
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EU-Parlament erhält 2,4 Millionen Unterschriften gegen ACTA

[Europäisches Parlament] Mehr als 2,4 Millionen Menschen haben eine Petition gegen das Anti-Piraterieabkommen ACTA unterschrieben, die am 28. Februar im EU-Parlament eingereicht wird. Die Unterstützer der Petition fürchten, ACTA könnte die Meinungsfreiheit im Internet beschneiden. Der Petitionsausschuss kann nun entweder einen Bericht zur Abstimmung in der Plenartagung des EU-Parlaments vorbereiten oder die EU-Kommission auffordern, auf die Einwände der Bürger einzugehen.
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ACTA - Mitschnitt eines Treffens der Arbeitsgruppe "Koalition der Willigen" in der Europäischen Kommission

[Fefe] Fragt ihr euch auch manchmal, wie eigentlich so Verhandlungen bei der EU-Kommission ablaufen? Wenn die ACTA und co aushandeln?

Nun, heute habe ich ein Leckerli für euch. Mir hat ein Mäuschen das hier zugespielt:


Mitschnitt eines Treffens der Arbeitsgruppe "Koalition der Willigen" in der Europäischen Kommission [Audio]


Es handelt sich um einen Mitschnitt eines Treffens in der Europäischen Kommission. Vorsicht: das ist sehr lang.

Die Arbeitsgruppe, die sich da trifft, nennt sich "Koalition der Willigen" (nein, wirklich).

Bei dem Treffen verhandeln die, wie sie am besten anstößiges Material aus dem Internet entfernen wollen.

Am Anfang, so ca ab Minute 8, geht es mit einer Nintendo-Frau los, die vorschlägt, eine Whiteliste aller guten europäischen Webseiten zu machen. Bei ca. 1:00:10 fängt dann ein Polizeivertreter (?) an, von Microsoft zu fordern, sie sollen doch mal per Windows Update einen Trojaner verteilen, der auf den Rechnern nach "kriminellen Inhalten" sucht.


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03.02.2012

ACTA: Gerüchte um die nächsten Geheimverträge - Trans-Pacific Partnership (TPP)

[Chip] ACTA selbst wurde in der bestehenden Form (PDF) von bisher 37 Staaten unterzeichnet. Es ist also noch nicht allgemein gültig. Doch schon gibt es Gerüchte um die nächsten Geheimpläne der mächtigen Medienkonzerne.
Sie wollen angeblich mit der Trans-Pacific Partnership (TPP) eine Regel etablieren, die die Urheberrechte noch besser schützt und den freien Austausch von Daten und Informationen letztlich noch mehr einschränkt. Wie Ars Technica unter Bezug auf Quellen in Hollywood berichtete, sind die Geheimverhandlungen bereits in vollem Gange. Dabei soll sich ACTA immerhin noch an US-Recht halten. Die TPP-Pläne sollen – soweit sie bekannt sind – weit darüber hinausgehen und alle Einschränkungen, auf die man in ACTA verzichten musste, wieder aufnehmen.
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31.01.2012

"Keinem ist bewusst, was ACTA bedeutet." / Piratenparteien rufen zu Protesten in Deutschland auf

[Sueddeutsche] Nach der Unterzeichnung des ACTA-Abkommens wird in Polen und Österreich heftig protestiert. Warum nicht in Deutschland? Ein Gespräch mit Markus Beckedahl, Gründer des Blogs netzpolitik.org.
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Acta - Piratenparteien rufen zu Protesten in Deutschland auf
[Golem] In Polen haben zehntausende gegen Acta demonstriert, in Deutschland soll es am 11. Februar 2012 so weit sein. Mehrere europäische Piratenparteien kämpfen gemeinsam gegen das umstrittene Handelsabkommen.
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26.01.2012

Anonymous hacks European Parliament website

[Blottr] The hacking of the site came moments after the Anti-Counterfeiting Trade Agreement, an international treaty aiming to harmonise intellectual copyright protection standards across a number of industries, was signed.
Opponents have hit out at the legislation for what they argue has been a secretive consultation.

The group had earlier sent a warning on Twitter, reading: "#ACTA Will Be Signed by the European Union and Member State Territories tomorrow - EXPECT US." Yesterday the Irish justice ministry website was hacked, followed by the leaking of email addresses of all Irish parliamentarians.

They also hacked vlada.cz - the Czech government website and took down italia.gov - the Italian government website.
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EU unterschreibt ACTA - Strittiges Handelsabkommen unterzeichnet

[Taz] Die EU und 22 Mitgliedsländer haben das umstrittene Abkommen ACTA unterschrieben. In Zukunft könnten Netz-Anbieter für Urheberrechtsverletzungen von Kunden haftbar gemacht werden.
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