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22.05.2013

Antwort auf Anfrage der Linksfraktion - Mögliche Beteiligung des Bundesnachrichtendienstes an Bombenanschlägen im Rahmen der „Stay-behind“-Organisation der NATO

[heise / 18.05.2013] Die Bundesregierung hat auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion zum Luxemburger Bombenleger-Prozess geantwortet. In der von der "jungen Welt" veröffentlichten Drucksache 17/13214 erteilte Bundesminister Ronald Pofalla für die Bundesregierung Auskunft über Fragen zu Stay Behind/Gladio und zur Person des letztes Jahr verstorbenen Johannes Karl Kramer, dessen Sohn Andreas Kramer ihn terroristischer Aktivitäten für den BND bezichtigt hatte. Wie in Geheimdienstfällen schwerlich anders zu erwarten, fiel die Antwort der Regierung wenig erhellend aus.
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Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten [PDF]
[jungewelt]Ulla Jelpke, Sevim Dağdelen, Annette Groth, Heike Hänsel, Inge Höger, Andrej Hunko, Harald Koch, Niema Movassat, Thomas Nord, Petra Pau, Jan van Aken und der Fraktion DIE LINKE.

Drucksache 17/13214- Mögliche Beteiligung des Bundesnachrichtendienstes an Bombenanschlägen im Rahmen der „stay-behind“-Organisation der NATO
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06.05.2013

Historiker: Darum plante mein Vater das Wiesn-Attentat / Obdachloser hortete Waffen in über 20 Erddepots

[abendzeitung-muenchen / 05.05.2013] Andreas Kramer spricht im AZ-Interview über die Hintergründe von 1980: „Mein Vater hat Gundolf Köhler angeworben und die Bombe gebaut.“

München - Der Duisburger Historiker Andreas Kramer (49) sorgte mit einer spektakulären Aussage in einem Prozess in Luxemburg für Aufsehen. Das Oktoberfest-Attentat im September 1980, bei dem 13 Menschen ums Leben kamen und mehr als 200 verletzt wurden, sei von seinem Vater geplant worden. Er habe zusammen mit Gundolf Köhler (21) auch die Bombe gebaut. Der AZ gab er ein exklusives Interview.
Wie sah diese Rolle genau aus?
Er beschaffte über die Bundeswehr große Mengen an Kriegsmaterial. Schusswaffen, Granaten, Panzerfäuste, Sprengstoff. Das wurde in geheimen, meist unterirdischen Lagern versteckt und sollte bei einer Invasion der Sowjetunion den Gladio-Truppen für Sabotageakte zur Verfügung stehen. Mein Vater betreute, so viel ich von ihm weiß, mindestens 50 solcher Lager.
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Obdachloser hortete Waffen in über 20 Erddepots
[netzeitung / 19.09.2009] Ein Waffenliebhaber hat in mehr als 20 Erdlöchern in Deutschland und Österreich selbst gebastelte Bomben, Handgranaten, Sprengstoff und Waffen gehortet. Die bayerische Polizei fand die Verstecke des gebürtigen Berliners Michael Krause, der sich im vergangenen Jahr umgebracht hatte, allerdings erst nach aufwendigen Entschlüsselungsarbeiten. Der Grund: Der 53-Jährige hatte sich ein kompliziertes Zahlensystem ausgedacht, das er auf Landkarten eintrug, um seine Waffenlager später wiederzufinden. «Besonders die verschlüsselten Handskizzen stellten die Ermittler vor eine schwierige Aufgabe», teilte die Polizei Bayreuth mit.
Dessen 37 Jahre alter Kollege schoss zurück und traf den Angreifer sechsmal. Trotz seiner Verletzungen war es dem 53-Jährigen schließlich gelungen, wegzulaufen und sich das Leben zu nehmen.

Die Ermittler glauben, dass der gelernte Betonbauer kein Terrorist sondern schlicht von Waffen begeistert war. Militärisch sei der Mann nie ausgebildet worden, daher sei unklar, woher er die Kenntnisse zum Sprengsatzbau hatte.
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Michael Krause legte 38 Erddepots mit Sprengstoff an
[Bild / 13.12.2011] Die Polizei findet bei ihm Pläne von 38 geheimen, unterirdischen Erddepots in Bayern, Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Österreich – voll mit Waffen, Sprengstoff mit funktionsfähigen Zündvorrichtungen und selbstgebastelten Handgranaten! Darunter auch eine blau lackierte Bombe, die dem Sprengsatz ähnelt, der beim Nagelbomben-Anschlag 2004 in Köln benutzt wurde. Eine Bombe dieser Bauart wurde auch in dem Bekennervideo des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ („NSU“) gezeigt.
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02.05.2013

"Stay Behind" - Oktoberfest-Attentat: Wird neu ermittelt? - Nach mehr als 32 Jahren gibt es Neues zur Bombe

[abendzeitung-muenchen / 01.05.2013] Nach mehr als 32 Jahren gibt es Neues zur Bombe, die am 26. September 1980 am Wiesn-Haupteingang auf der Theresienwiese explodierte. Die Generalbundesanwalt geht bereits aktuellen Hinweisen nach: „Die Prüfung dauert an“.
Wenn die Hintergründe, die Andreas Kramer unter Eid ausgesagt hat, der Wahrheit entsprechen, war das Oktoberfest-Attentat mit 13 Toten, 200 Verletzten und zahllosen traumatisierten Familien nur der fürchterliche Teil einer ganzen, tödlichen Attentats-Serie quer durch Europa. Organisiert von der CIA, mit Beteiligung befreundeter Geheimdienste Europas, unter aktiver Mitwirkung des BND, in Koalition mit rechtsextremistischen Terroristen.

Das Schlüsselwort heißt „Gladio“, eine hochgeheime, paramilitärische Truppe der NATO, die zu Zeiten, als der Kalte Krieg für frostige Beziehungen zwischen Ost und West sorgte, für Sabotageakte und Guerillaaktionen vorgesehen war und bei der Wahl ihrer Partner vor Ort nicht zimperlich war. In fast einem Dutzend europäischer Staaten waren die sogenannten „Stay-behind“-Truppen stationiert.

Italiens Staatspräsident Giulio Andreotti musste das streng gehütete Geheimnis unter enormem Erklärungsdruck lüften.
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16.04.2013

"Stay Behind" - Interview mit dem Stay-Behind-Forscher Daniele Ganser zu den aktuellen Enthüllungen in Luxemburg

[heise / 16.04.2013] Letzte Woche belastete der Zeuge Andreas Kramer vor einem Luxemburger Gericht seinen verstorbenen Vater, den offenbar für den BND tätigen Johannes Karl Kramer, in den 1970er und 1980er Jahren Drahtzieher der scheinbar linksterroristischen Anschläge in Bologna, beim Münchener Oktoberfest und in Luxemburg gewesen zu sein. Der rechtskonservative Schattenmann Kramer soll dabei eigenmächtig Strukturen des von der NATO aufgebauten paramilitärischen Stay-Behind-Netzwerks missbraucht haben. Hierzu haben wir den Stay-Behind-Forscher, Historiker und Gründer des Swiss Institute for Peace and Energy Studies Dr. Daniele Ganser um seine Einschätzung gebeten.
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NSU - Der 1001. Zufall oder Beihilfe zu Mord / Verfassungsschützer verteidigt Kooperation mit V-Mann "Piatto"

[wolfwetzel / 11.04.2013] Wenn der hessische Verfassungsschutzmitarbeiter Andreas Temme in wesentlichen Punkten eine Falschaussage gemacht hat, wenn der Neonazi und V-Mann, mit dem der VS-Mitarbeiter mehrmals am Mordtag telefonierte zum NSU-Netzwerk gehört, wenn die Weigerung des damaligen Innenministers Volker Bouffier, eine Aussagegenehmigung für diese ›Quelle‹ zu erteilen, gar nicht dem Wohl des Landes diente, sondern der Verschleierung dieser Zusammenhänge … warum werden dann nicht die Ermittlungen neu aufgenommen?
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NSU-Ausschuss: Verfassungsschützer verteidigt Kooperation mit V-Mann "Piatto"
[spiegel / 15.04.2013] Darf ein Mann, der versuchte einen Nigerianer zu töten, Quelle des Geheimdienstes werden? Im NSU-Untersuchungsausschuss sorgt der Fall "Piatto" für Entsetzen. Der zuständige Verfassungsschützer verteidigt die Zusammenarbeit. Der Mann sei eben eine gute Quelle gewesen.
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05.04.2013

Bestandsdatenauskunft: Zahlen und Fakten


[bestandsdatenauskunft / 25.03.2013] Die Bestandsdatenauskunft erlaubt es Behörden auf unsere Daten bei Telekommunikationsanbietern zuzugreifen. Dazu gehören Auskunft über den Inhaber einer IP-Adresse, PIN oder PUK beim Handy, Anschrift, Name und Adresse und noch viele weitere Daten. Eine Statistik der Bundesnetzagentur aus dem Jahresbericht 2011 zeigt wie groß das Ausmaß dieser Abfragen eigentlich ist.
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04.04.2013

BND überwacht drei Millionen Telekommunikationsverkehre im Jahr - 0,01 Prozent relevant

[netzpolitik / 02.04.2013] Der Bundesnachrichtendienst hat im Jahr 2011 fast drei Millionen Telekommunikationsverkehre strategisch abgehört. Das geht aus einem Bericht des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Deutschen Bundestages hervor. Auch Verfassungsschutz und Militärischer Abschirmdienst überwachen Verdächtige: bei Telekommunikations- und Finanzunternehmen, aber auch mit IMSI-Catchern.
In den Themenbereichen “Internationaler Terrorismus”, “Proliferation und konventionelle Rüstung” und “Illegale Schleusung” wurden im Jahr 2011 insgesamt 2.875.000 “Telekommunikationsverkehre” abgehört. Das ist etwa einer alls fünf Sekunden. Von den 329.628 “Telekommunikationsverkehren” im Bereich Terrorismus waren 327.557 E-Mails. Diese E-Mails und Telefongespräche wurden nach über 10.000 Suchbegriffen durchforstet. Aus diesem riesigen Datenberg hat man ganze 290 “als nachrichtendienstlich relevant eingestuft”, das sind 0,01 Prozent.
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25.03.2013

Piraten zeigen BKA wegen Staatstrojaner-Kauf an

[heise / 25.03.2013] Die Piratenpartei sieht im Kauf eines Staatstrojaners durch das Bundeskriminalamt (BKA) einen groben Fall von Misswirtschaft. Sie hat die Behörde daher am Montag beim Bundesrechnungshof angezeigt. "Alle Ausgaben zur Entwicklung, Prüfung oder Ankauf einer solchen Software sind verschwendetes Geld", schreiben die beiden Vizechefs der Piraten, Sebastian Nerz und Markus Barenhoff, in einem heise online vorliegenden Brief an die Finanzkontrolleure. Staatstrojaner dürften hierzulande derzeit nämlich gar nicht verwendet werden, insbesondere nicht das beim Firmenverbund Elaman/ Gamma erworbene Schadprogramm.
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22.03.2013

Mobilfunküberwachung beschlossen - Mit den Stimmen der SPD

[taz / 22.03.2013] Es ist eine schlechte Woche für Netzpolitiker und Bürgerrechtler. Am Freitag soll das umstrittene Leistungsschutzrecht den Bundesrat trotz SPD-Mehrheit passieren, aber bereits am Donnerstag schlossen sich die Sozialdemokraten im Bundestag in Fragen staatlicher Überwachung der Bundesregierung an.

Die Bestimmungen für die Weitergabe von Internet- und Telefondaten an Sicherheitsbehörden sollen nach dem Willen des Bundestags präzisiert worden. Das Parlament verabschiedete am Donnerstagabend mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen von Union und FDP sowie der SPD eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes (pdf).
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Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes und zur Neuregelung der Bestandsdatenauskunft
[bundestag] Annahme des Gesetzentwurfs in geänderter Fassung mit den Stimmen der
Fraktionen der CDU/CSU, SPD und FDP gegen die Stimmen der Fraktionen
DIE LINKE. und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
Die Fraktion DIE LINKE. erklärt, sie könne dem Gesetzentwurf nicht zustimmen, auch wenn sie einräume, dass es durch den Änderungsantrag formelle Verbesserungen gebe. Leider seien die materiellen Hürden für den Eingriff aber nicht wirklich heraufgesetzt worden. So gebe es z.B. bei den Benachrichtigungspflichten durch die Ausnahmen viel Raum für Ermessen. Es sei zu befürchten, dass in der Praxis die Benachrichtigung häufig unterbleiben werde. Auch sei die Einführung des Richtervorbehalts zwar zu begrüßen, in der Praxis gebe es aber das bekannte Problem der „Gefahr im Verzug“.

Es sei schwer vermittelbar, dass nicht zumindest die diensthabende Staatsanwaltschaft benachrichtigt werden könnte. Hier gehe das Gesetz nicht weit genug. Bezüglich der Ordnungswidrigkeiten reiche es nicht, diese generell zu erwähnen; man müsse sie entweder ganz herausnehmen oder differenzierter behandeln. Schließlich sei auch das Thema der „konkreten Gefahr“ nicht hinreichend geregelt. Da DIE LINKE. im Änderungsantrag durchaus positive Schritte sehe, werde man sich insoweit der Stimme enthalten. Grundsätzlich seien die verfassungsrechtlichen Vorgaben aber noch nicht ausreichend erfüllt, so dass die Fraktion das Gesetz ablehnen werde.
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20.03.2013

"Stay Behind" - PsyOps in Luxemburg - welche Rolle spielte der BND?

[heise / 19.03.2013] Die eidesstattliche, vor einem Luxemburger Notar abgegebene Versicherung des deutschen Historikers Andreas Kramer, der über die geheimdienstliche Tätigkeit seines verstorbenen Vaters berichtet, ist inzwischen online veröffentlicht worden. Johannes Karl Kramer, vormaliger Soldat zuletzt im Range eines Hauptmanns im Verteidigungsministerium, war auch hochrangiger Agent des BND gewesen. Seinem Sohn zufolge war Kramer Operationsleiter von GLADIO/Stay Behind und koordinierte Einsätze in Deutschland, den Benelux-Staaten und der „neutralen“ Schweiz.

Über Kramers Schreibtisch sollen die Bombenleger-Aktionen koordiniert worden sein. Zweck der Operationen waren vordergründig Übungen für den Fall einer sowjetischen Invasion, konkret aber dienten sie zur psychologischen Kriegsführung in Friedenszeiten. So sollte die eigene Bevölkerung terrorisiert werden, um sie hierdurch auf einen Rechtsruck gegen die vermeintlichen Gegner im linken Spektrum einzuschwören.
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08.03.2013

Interne Ermittlungen - LKA setzte Hightech gegen Klopapierdiebe ein

[mdr / 05.03.2013] In der Klopapier-Affäre des Thüringer Landeskriminalamts werden weitere Details bekannt, die die Verhältnismäßigkeit der internen Ermittlungen zweifelhaft erscheinen lassen: Die Fahnder setzten Warensicherungsetiketten und eine entsprechende Detektorschleuse ein, um den Dieb zu fassen - erfolglos.
Der Erfolg war durchschlagend: Kein einziger Toilettenpapierdieb ging den internen Ermittlern ins Netz. Dafür hatte das LKA viel Geld ausgegeben. 3000 Euro hatte der Kauf der Schleuse und der Empfängersoftware gekostet, teilte das LKA auf Anfrage mit.
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NSU: Aus dem Ausschuss – 7. März 2013

[haskala / 07.03.2013] Wir berichten an dieser Stelle heute wieder live aus dem Thüringer Untersuchungsausschuss zu NSU & Behördenversagen. Mehrere Zeugen sind für heute geladen, darunter Verfassungsschützer aus der Auswertungsabteilung vom Thüringer VS, von denen einer auch direkt mit dem Neonazi & V-Mann Tino Brandt befasst war, sowie ein Mitglied der Soko Rex/LKA Thüringen.
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15.02.2013

Pressegesetz: Schränkt der deutsche Staat die Pressefreiheit ein? - Vordergründig geht es um den BND

[Zeit / 14.02.2013] Bundesbehörden sollen nicht mehr länger verpflichtet sein, nach den Pressegesetzen Auskunft zu erteilen. Zumindest plant dies das Innenministerium so.

Vordergründig geht es um den Bundesnachrichtendienst (BND). Ein Journalist will wissen, wie viele ehemalige Mitarbeiter des BND eine nationalsozialistische Vergangenheit haben. Für die Behörde ist das eine unangenehme Frage. Der Geheimdienst verweigert eine Antwort. Der Journalist klagt vor dem Bundesverwaltungsgericht seinen gesetzlichen Anspruch auf Auskunft ein. Üblicherweise erkennen die Gerichte den Auskunftsanspruch der Journalisten an und verurteilen Bundesbehörden, auf die unliebsamen Fragen zu antworten.
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09.02.2013

"Verbindungsstelle 61": Ermittlungen gegen Chef von geheimer BND-Gruppe / Ermittlungsverfahren gegen BND-Mitarbeiter eingestellt

[spiegel / 08.02.2013] Von der geheimen BND-Abteilung "Verbindungsstelle 61" weiß kaum jemand, selbst innerhalb des Bundesnachrichtendienstes nicht. Jetzt ermittelt nach SPIEGEL-Informationen die Staatsanwaltschaft Heidelberg gegen den Leiter: Er soll eine bewaffnete Gruppe gebildet haben.
Laut Insidern hat die "Verbindungsstelle 61" die Aufgabe, Kontakt zu ausländischen Streitkräften und zur nahgelegenen Außenstelle des US-Nachrichtendienstes CIA in Wiesbaden zu halten.
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Ermittlungen gegen BND-Mann eingestellt - Staatsanwaltschaft dementiert Bericht des »Spiegel« teilweise
[neues-deutschland / 08.02.2013] Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat Ermittlungen gegen einen ehemals ranghohen Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) eingestellt. Die Behörde hatte dem Magazin »Der Spiegel« zufolge unter anderem wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Waffengesetz gegen den Mann ermittelt. »Die durchgeführten Ermittlungen haben keinerlei Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten des Beschuldigten ergeben», teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit.
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Ermittlungsverfahren gegen BND-Mitarbeiter eingestellt
[staatsanwaltschaft-heidelberg / 08.02.2013]
Kurzbeschreibung: Ermittlungsverfahren gegen BND-Mitarbeiter eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat das Ermittlungsverfahren gegen einen Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz mit Verfügung vom heutigen Tage eingestellt. Die durchgeführten Ermittlungen haben keinerlei Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten des Beschuldigten ergeben.
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05.02.2013

Bisher unbekannte Akten belegen: BKA-Präsident spionierte für CIA zum Regierungsbunker

[rhein-zeitung / 04.02.2013] Der US-Geheimdienst CIA übte jahrelang ohne Wissen der Bundesregierung über sicherheitsrelevante Bereiche Einfluss auf die "Dienststelle Marienthal" (Deckname der Verwaltung des Regierungsbunkers) aus und war über geheime Vorgänge um den Regierungsbunker bestens informiert. Eine Schlüsselfigur der "Spiegel"-Affäre und ein BKA-Präsident spielten dabei Zuträger.
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02.02.2013

Verfassungsschutz in Bredouille - Entdeckte Tonbandaufzeichnungen - Enttarnter V-Mann Brandt plaudert offen über Geheimdienste.

[Spiegel / 31.01.2013] Die Aussagen bringen den Verfassungsschutz in die Bredouille: Bei einer Razzia im Haus des Neonaziführers Thorsten Heise entdeckte der Staatsschutz Tonbandaufzeichnungen. In einem mitgeschnittenen Gespräch plaudert der enttarnte V-Mann Tino Brandt offen über die Geheimdienste.
Bei einer Unterhaltung mit Brandt am 20. Januar 2007 kommt Heise dem Protokoll zufolge schnell zur Sache: Wie das so mit dem Thüringer Verfassungsschutz bei ihm gelaufen sei, will er wissen. Man habe ihm damals "Antifazeitungen" mitgebracht, die der Neonazi-Szene nicht zugänglich gewesen seien und ihm angeboten, noch mehr solches Material zu liefern, antwortet Brandt. Insgesamt sei die Atmosphäre sehr locker zwischen ihm und seinem V-Mann-Führer gewesen. "Und dann hat sich das alles entwickelt, man hat Kohle bekommen von denen", erzählt Brandt. Bis zu 200.000 D-Mark soll der THS-Führer insgesamt kassiert haben.

Bis heute propagiert Brandt, er habe dieses Geld in den Aufbau der rechten Szene gesteckt.
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21.01.2013

Putschisten und Touareg-Rebellen in Mali wurden von US-Instrukteuren geschult / Islamistenführer in Mali war Helfer der Bundesregierung

[rian / 14.01.2013]"In den zurückliegenden vier Jahren haben die USA ein umfassendes Anti-Terror-Programm in der Region absolviert sowie bis zu 600 Millionen Dollar in die Ausbildung von Militärkontingenten in Mali investiert", berichtet die "New York Times" am Montag. "Nachdem gut bewaffnete Islamisten aus dem benachbarten Libyen im März 2012 in nördliche Gebiete von Mali eingedrungen waren, kam es in Mali zu einem Militärputsch mit dem von den Amerikanern ausgebildeten General Amada Sanogo an der Spitze."
Dem Blatt zufolge haben die Amerikaner nicht nur den heranreifenden Putsch übersehen, sondern auch außer acht gelassen, dass das Kommando über Elitetruppen an Vertreter der Touareg übertragen wurde, die seit rund 50 Jahren im Konflikt mit der Zentralregierung stehen.
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Terrorgruppe Ansar al-Din: Islamistenführer in Mali war Helfer der Bundesregierung
[Spiegel / 20.01.,2013] Iyad Ag Ghali befehligt 1500 islamistische Kämpfer in Mali - dabei galt er lange als verlässlicher Partner der Bundesregierung. 2003 verhandelte er auf deren Bitte mit algerischen Geiselnehmern. Ein ehemaliger deutscher Spitzenbeamter sagte dem SPIEGEL, Ag Ghali sei "unser Mann" gewesen.
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16.01.2013

Geheimes Dokument: Bundeskriminalamt kauft international bekannten Staatstrojaner FinFisher/FinSpy von Gamma

[Netzpolitik / 16.01.2013] Das Bundeskriminalamt hat sich den Staatstrojaner FinFisher der Firma Eleman/Gamma beschafft. Das geht aus einem geheimen Dokument des Innenministeriums hervor, das wir an dieser Stelle exklusiv veröffentlichen. Ob die auch in autoritären Staaten eingesetze Software die rechtlichen Vorgaben in Deutschland einhalten kann, wird bezweifelt.
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Staatstrojaner: BKA kauft Software "FinFisher"
[Gulli / 16.01.2013] Das Bundeskriminalamt (BKA) erwarb kürzlich die Überwachungs-Software "FinFisher" der Firma Eleman/Gamma. Diese soll - als Ersatz für die nach der Analyse durch den Chaos Computer Club (CCC) unbrauchbar gewordene Software der Firma DigiTask - als neuer Staatstrojaner eingesetzt werden, da die Entwicklung einer eigenen Software bisher erfolglos verlief.
Netzpolitik wurde die fragliche Ausschussdrucksache scheinbar von einem unbekannten Informanten zugespielt. Das Blog veröffentlichte das eingescannte Original-Dokument sowie eine OCR-Version des Textes.

Das Dokument berichtet über den Stand der Dinge beim Aufbau des "Kompetenzzentrums Informationstechnische Überwachung" (CC ITÜ) beim BKA. Mit dessen Aufbau wurde im November 2011 begonnen, da das Bundesverfassungsgericht die Regierung, nachdem massive Mängel bei der kommerziellen Überwachungs-Software von DigiTask festgestellt wurden, verpflichtete, derartige Software künftig von eigenen Experten entwickeln zu lassen. So soll sichergestellt werden, dass die Software bestimmte Qualitätsstandards einhält und insbesondere keine verfassungswidrigen Features umfasst.
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06.12.2012

Lesenswert: Rechtsextremismus - Ehemaliger Erfurter NPD-Chef war V-Mann

[MDR] Er war jahrelang einer der Spitzenfunktionäre der Thüringer NPD und spionierte den politischen Gegner aus: Kai-Uwe Trinkaus. Nun outete sich der Ex-Kader gegenüber MDR THÜRINGEN als V-Mann des Thüringer Verfassungsschutzes. Das Landesamt bestätigte die Information: Trinkaus habe sich selbst angeboten und sei von Mai 2006 bis September 2007 V-Mann im Bereich Rechtsextremismus gewesen.
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