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04.09.2013

Verfassungsgericht: Kein Schadensersatz wegen Nato-Angriffs auf Zivilisten im Kosovo / Scharping - Lügen und der Kosovo Krieg [NDR] / Man vergißt die bisherigen Kriege schnell, wenn immer neue hinzukommen

[handelsblatt / 03.09.2013] Angehörige von zivilen Opfern eines Nato-Luftangriffs im Kosovo 1999 haben keinen Anspruch auf Schadensersatz gegen Deutschland. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss.
Es gebe keinen völkerrechtlichen Anspruch auf Schadensersatz in derartigen Fällen. Auch eine Verletzung von Amtspflichten sei nicht erwiesen. Die Richter betonten jedoch, dass grundsätzlich auch die Auswahl militärischer Ziele von Gerichten überprüft werden könne (Az. 2 BvR 2660/06 u.a.).
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Scharping - Lügen und der Kosovo Krieg [NDR]
Henning Hensch aus Lütjenburg hat viel nachgedacht in den letzten zwölf Jahren. Er ist im Kosovo Teil einer Geschichte geworden, die ganz Deutschland bewegt hat. Eine Geschichte, mit der ganz Deutschland belogen worden ist - sagt er. Henning Hensch war Polizist. Er hatte schon viel gesehen vor diesem 29. Januar 1999 in der kosovarischen Ortschaft Rugovo, doch so etwas noch nicht. Vor allem hätte Henning Hensch es nicht für möglich gehalten, wie dieses Ereignis Monate später gedeutet wird. Rudolf Scharping, der damalige Verteidigungsminister, hat die Bilder aus Rugovo benutzt. Als Beweise für ein Massaker von Serben an unschuldigen Kosovo-Albanern. Doch für Henning Hensch beweisen die Bilder nicht ein Massaker, sondern sie sind Aufnahmen bei einem Gefecht. Nur habe das damals der Bundesregierung nicht gepasst.

Briefe aus Belgrad: Man vergißt die bisherigen Kriege schnell, wenn immer neue hinzukommen
[Ossietzky / 2013] Man gewöhnt sich daran: Der Krieg wird zum Dauerzustand. Ende der 1990er Jahre mußten die uns Regierenden noch Horror-Geschichten erfinden, um dem deutschen Publikum die Notwendigkeit militärischen Eingreifens gegen die Serben einzureden. Jetzt, beispielsweise im Fall Mali, genügt es schon, die Gegner – das sind diejenigen, gegen die unsere französischen NATO-Partner, die ehemaligen Kolonialherren des Landes, mit deutscher Unterstützung an der Seite einer Putschisten-Armee kämpfen – als »Islamisten« zu titulieren. Das Publikum weiß schon: Das sind Feinde, gegen die jedes Mittel recht ist. Kaum eine Zeitung, kaum ein Sender interessieren sich noch für Einzelheiten. Die sogenannte öffentliche Meinung, das heißt die veröffentlichte Meinung der Medienkonzerne, nimmt die Normalisierung des Krieges fraglos hin, sie reagiert sogar mißmutig, wenn Deutschland an einem Krieg nicht teilnimmt, und fürchtet um »das internationale Ansehen Deutschlands« (Der Spiegel vom 25.3.13, S. 22).
Man vergißt die bisherigen Kriege schnell, wenn immer neue hinzukommen. Aber für mich ist gerade der erste, an dem sich das vereinte Deutschland beteiligte, nicht erledigt, zumal im südlichen Kosovo immer noch Bundeswehreinheiten stehen, inzwischen bald 14 Jahre lang. Ich werde die Lügen nicht vergessen, deren dreisteste uns der damalige, eben erst ins Amt gekommene Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) an dem Tage zumutete, an dem die NATO anfing, Jugoslawien zu bombardieren: »Wir führen keinen Krieg.«
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23.04.2013

Briefe aus Belgrad: Man vergißt die bisherigen Kriege schnell, wenn immer neue hinzukommen / Scharping - Lügen und der Kosovo Krieg [NDR]

[Ossietzky / 2013] Man gewöhnt sich daran: Der Krieg wird zum Dauerzustand. Ende der 1990er Jahre mußten die uns Regierenden noch Horror-Geschichten erfinden, um dem deutschen Publikum die Notwendigkeit militärischen Eingreifens gegen die Serben einzureden. Jetzt, beispielsweise im Fall Mali, genügt es schon, die Gegner – das sind diejenigen, gegen die unsere französischen NATO-Partner, die ehemaligen Kolonialherren des Landes, mit deutscher Unterstützung an der Seite einer Putschisten-Armee kämpfen – als »Islamisten« zu titulieren. Das Publikum weiß schon: Das sind Feinde, gegen die jedes Mittel recht ist. Kaum eine Zeitung, kaum ein Sender interessieren sich noch für Einzelheiten. Die sogenannte öffentliche Meinung, das heißt die veröffentlichte Meinung der Medienkonzerne, nimmt die Normalisierung des Krieges fraglos hin, sie reagiert sogar mißmutig, wenn Deutschland an einem Krieg nicht teilnimmt, und fürchtet um »das internationale Ansehen Deutschlands« (Der Spiegel vom 25.3.13, S. 22).
Man vergißt die bisherigen Kriege schnell, wenn immer neue hinzukommen. Aber für mich ist gerade der erste, an dem sich das vereinte Deutschland beteiligte, nicht erledigt, zumal im südlichen Kosovo immer noch Bundeswehreinheiten stehen, inzwischen bald 14 Jahre lang. Ich werde die Lügen nicht vergessen, deren dreisteste uns der damalige, eben erst ins Amt gekommene Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) an dem Tage zumutete, an dem die NATO anfing, Jugoslawien zu bombardieren: »Wir führen keinen Krieg.«
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Scharping - Lügen und der Kosovo Krieg [NDR]

Henning Hensch aus Lütjenburg hat viel nachgedacht in den letzten zwölf Jahren. Er ist im Kosovo Teil einer Geschichte geworden, die ganz Deutschland bewegt hat. Eine Geschichte, mit der ganz Deutschland belogen worden ist - sagt er. Henning Hensch war Polizist. Er hatte schon viel gesehen vor diesem 29. Januar 1999 in der kosovarischen Ortschaft Rugovo, doch so etwas noch nicht. Vor allem hätte Henning Hensch es nicht für möglich gehalten, wie dieses Ereignis Monate später gedeutet wird. Rudolf Scharping, der damalige Verteidigungsminister, hat die Bilder aus Rugovo benutzt. Als Beweise für ein Massaker von Serben an unschuldigen Kosovo-Albanern. Doch für Henning Hensch beweisen die Bilder nicht ein Massaker, sondern sie sind Aufnahmen bei einem Gefecht. Nur habe das damals der Bundesregierung nicht gepasst.


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20.03.2013

NATO veröffentlicht Handbuch für Cyberkrieg / The Tallinn Manual

[heise / 20.03.2013] Das im estnischen Tallinn angesiedelte Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence der NATO hat ein Handbuch über den Cyberkrieg veröffentlicht. Das NATO-Handbuch mit 95 Regeln für den Cyberkrieg wurde in dreijähriger Arbeit von 20 IT-Experten verschiedener Streitkräfte, dem Internationalen Roten Kreuz und dem Cyber-Kommando der US-Armee verfasst. Es besitzt keine internationale Gültigkeit, nennt aber erstmals Regeln, an die sich Cyberkrieger halten sollten.
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The Tallinn Manual
[ccdcoe] The Tallinn Manual on the International Law Applicable to Cyber Warfare, written at the invitation of the Centre by an independent ‘International Group of Experts’, is the result of a three-year effort to examine how extant international law norms apply to this ‘new’ form of warfare. The Tallinn Manual pays particular attention to the jus ad bellum, the international law governing the resort to force by States as an instrument of their national policy, and the jus in bello, the international law regulating the conduct of armed conflict (also labelled the law of war, the law of armed conflict, or international humanitarian law). Related bodies of international law, such as the law of State responsibility and the law of the sea, are dealt within the context of these topics.

The Tallinn Manual is not an official document, but instead an expression of opinions of a group of independent experts acting solely in their personal capacity.
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03.03.2013

Falsche Nato-Statistik: Doch nicht weniger Angriffe in Afghanistan

[stern / 27.02.2013] Die Zahl der Taliban-Angriffe in Afghanistan hat im vergangenen Jahr entgegen früherer Angaben der Nato doch nicht abgenommen. Die Nato-geführte Schutztruppe Isaf räumte am Mittwoch in Kabul Fehler in ihrer Statistik ein, die zuvor einen Rückgang der Angriffe um sieben Prozent im Vergleich zu 2011 ausgewiesen hatte. "Einige Daten wurden falsch in die Datenbank eingegeben", teilte eine Isaf-Sprecherin mit. Nach Berichtigung der Statistik "haben wir festgestellt, dass es in der Gesamtzahl der feindlichen Angriffe von 2011 auf 2012 keine Änderung gegeben hat".
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18.02.2013

GLADIO - Der Fall Giuseppe Gulotta - 22 Jahre unschuldig in Haft / Video / Dokumentation

[jungewelt / 16.02.2013] Ganze 22 Jahre lang saß der Italiener Giuseppe Gulotta (55) unschuldig im Knast. Dafür fordert er jetzt 69 Millionen Euro Schadensersatz von seinem Land. Ein Jahr nach seinem Freispruch in einem Revisionsverfahren erzählte er in der ZDF-Talksendung »Markus Lanz« am späten Donnerstag abend erstmals seine Geschichte. In den großen deutschen Medien ist der Justizskandal und Politthriller, abgesehen von einem teils desinformierenden Bild-Bericht, bisher omertàhaft totgeschwiegen worden.
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Mit 18 wurde der italiener Giuseppe Gulotta verhaftet, erst mit 54 wurde endgültig seine Unschuld festgestellt

[ZDF] Quelle:weiter

Gladio - Geheimarmeen in Europa [Doku]



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04.02.2013

Irak - Uranmunition - das strahlende Vermächtnis [ARD] / Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra [Doku]


Im letzten Irak-Krieg verschossen die Alliierten hunderte von Tonnen uranhaltiger Munition. Die panzerbrechende Waffe wirkt noch nach Jahren.

Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra

Es war der deutsche Tropenarzt und Epidemiologe Dr. Siegwart-Horst Günther, der 1991 zum ersten Mal auf die höchst gefährlichen Spätfolgen von sogenannten Uran-Geschossen hingewiesen hatte. Während des Golfkrieges wurde diese Munition von der US-Armee tonnenweise verschossen.

Der Film begleitet Günther und seine amerikanischen Kollegen bei ihren Untersuchungen im Kosovo, in Bosnien und im Irak. Überall dort hatten amerikanische Truppen die gefährliche Uran-Munition eingesetzt. Der Film zeigt bislang wenig bekannte Langzeitfolgen unter denen besonders die Kinder in den Kriegsgebieten zu leiden haben. Nach Ende des jüngsten Irak-Krieges entdeckten die Experten in der Umgebung von Basra kontaminierte Kriegsschauplätze, deren radioaktive Verseuchung die natürliche Erdstrahlung um das 20.000fach übertrifft.

Bereits 1991, nach dem Golfkrieg, waren Prof. Günther im Universitäts-krankenhaus von Bagdad Menschen mit Krankheitssymptomen aufgefallen, die er in den 40 Jahren seiner Arbeit in diesem Land noch nie gesehen hatte. Dabei untersuchte er auch viele missgebildete Säuglinge und Kinder, die meistens nicht lange überlebten und dokumentierte die Fälle. Er diagnostizierte schwere Störungen der Nieren- und Leberfunktion, Krebs sowie genetische Schäden. Nachdem dann bei amerikanischen und britischen Golfkriegsveteranen und ihren Kindern ähnliche Krankheitssymptome auftraten, war für Günther und viele andere Wissenschaftler der Zusammenhang klar. Sie fordern ein umfassendes Verbot dieser Munition, die zur Standard-Bewaffnung der US-Truppen gehört.

Uranmunition, DU-Munition
[Wikipedia] In jüngster Zeit wurden mehrere tausend Tonnen Uranmunition überwiegend in indisch-pakistanischen Grenzkonflikten, in Tschetschenien, während der sowjetischen Intervention in Afghanistan, im Bosnien-Krieg, im Kosovo-Krieg, im Zweiten Golfkrieg und im Irakkrieg eingesetzt. Alleine während eines dreiwöchigen Einsatzes im Irakkrieg 2003 wurden von der Koalition der Willigen zwischen 1000 und 2000 Tonnen Uranmunition eingesetzt.
Über das tatsächliche Ausmaß der Bedrohung herrscht Uneinigkeit. Von Gegnern dieser Waffen, wie der Organisation Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, wird Uranmunition für Krebserkrankungen, Missbildungen[14] und Folgeschäden wie das Golfkriegssyndrom verantwortlich gemacht. Sie führen an, dass Statistiken einen nicht zu übersehenden Anstieg gerade von Haut- und Lungenkrebserkrankungen in betroffenen Kriegsgebieten zeigen.

Nach Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) liegt keine besondere Gefährdung vor.
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31.01.2013

Flugzeugabsturz von Ustica 1980 - Zusammenbruch des Lügengebäudes / Todesfälle im Umfeld des Absturzes

[Taz / 29.01.201] Mehr als 30 Jahre nach dem Itavia-Abschuss muss Italien 110 Millionen Euro Entschädigung zahlen. Die Zivilmaschine wurde von Nato-Kampffliegern abgeschossen.
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Von Rakete während Luftkampfs getroffen
[ORF / 29.01.2013] Die Ministerien für Verkehr und Verteidigung müssen die Entschädigung an die Hinterbliebenen der Todesopfer des Ustica-Absturzes zahlen, weil sie durch Nachlässigkeit und Unterlassungen den Absturz mitverursacht und die Ermittlungen jahrelang behindert hätten, urteilte das Gericht.

Die beiden Ministerien hätten nicht die Sicherheit des Fluges garantiert. Außerdem seien die Ermittlungen über die Hintergründe des Absturzes irregeführt worden, was zu den großen Rätseln der jüngsten italienischen Geschichte zählt, stellten die Justizbehörden fest. Das italienische Verteidigungsministerium soll die Ermittlungen fehlgeleitet haben, um die NATO respektive die USA nicht in Verlegenheit zu bringen.
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[Wikipedia] Ustica - Todesfälle im Umfeld des Absturzes
Am 20. März 1987 wurde der Luftwaffengeneral Licio Giorgeri, Radarexperte und Mitglied des Flugleitstabes, der sich in der Absturznacht in einer PD 800, einem Spezialflugzeug für elektronische Kriegführung, über Ustica befand, von einem sogenannten Terrorkommando Unione combattenti comunisti erschossen. Später stellte sich heraus, dass der Anführer des Mordkommandos vom Innenministerium bezahlt worden war.
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Ramstein - Vermutung einer Verschwörung
[Wikipedia] Vereinzelt wurde ein Zusammenhang des Unglücks mit dem bis heute nicht vollständig aufgeklärten Abschuss eines italienischen Verkehrsflugzeugs bei der italienischen Insel Ustica im Jahr 1980 vermutet.[10] (siehe: Itavia-Flug 870). Dies beruht darauf, dass zwei der drei in Ramstein gestorbenen Piloten eine wichtige Rolle in dem Ustica-Komplex spielten und eine Woche nach der Flugschau vor einem italienischen Untersuchungsausschuss hätten aussagen sollen. Zudem gab es bereits in den Jahren zuvor eine starke Häufung unnatürlicher Todesfälle unter Militärangehörigen (siehe: Todesfälle im Umfeld des Absturzes in Itavia-Flug 870) im Umfeld des Ustica-Absturzes.[10]. Ein entsprechender Verdacht wurde von dem Luftverkehrsrechts-Experten Elmar Giemulla geäußert, der als Rechtsanwalt von Ramstein-Opfern auftrat.[10] Laut Giemulla besteht der Verdacht, dass „die Toten und Verletzten von Ramstein Opfer einer Militär-Verschwörung wurden.“
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15.01.2013

Mali – Die deutsche Rüstungsindustrie und der separatistische Terrorismus / Für die Sicherheit Europas: Kriegseinsatz in Mali

[Hintergrund] Christof Wackernagel lebt seit neun Jahren in Malis Hauptstadt Bamako. In dem Artikel schildert er seine Eindrücke und seine politische Einschätzung der Lage.
Über deren und ihrer Unterstützer Interessen und Motive streiten sich die Experten. Wesentlich einleuchtender als der Wunsch nach „nationaler Selbstbestimmung“ ist jedenfalls die seit vielen Jahren bekannte Jumbo-taugliche Landebahn in der Nähe der Stadt Kidal, die als zentraler Umschlagpunkt des von Südamerika ausgehenden internationalen Drogenschmuggels dient. Aber auch das Interesse der Franzosen, Zugriff auf die in dieser Gegend reichen Uranvorkommen zu haben ist sicherlich nicht zu leugnen. Und seit vor einigen Jahren Ölvorkommen in der betroffenen Region entdeckt wurden, verstärkten die USA ihre Präsenz und Kenner sagten das Ende des friedlichen, lebenslustigen Mali voraus, zumal der libysche Diktator Gaddafi, schon lange als der „heimliche Präsident Malis“ gesehen, seitdem ebenfalls seinen Einfluss verstärkte.
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Für die Sicherheit Europas: Kriegseinsatz in Mali 
[Hintergrund] Doppelzüngig ist auch die Haltung gegenüber der terroristischen Gefahr, wie sie von fanatisierten islamistischen Kräften ausgeht. Die „westliche Wertegemeinschaft“, also die zur NATO zusammengeschlossenen Staaten, bedienten sich eben solcher Kräfte in Libyen, um Muammar al-Gaddafi zu stürzen. Dieselben „islamistischen“ Halsabschneider, die man im Falle Malis zu Terroristen erklärt hat, können in Syrien nach wie vor auf die Hilfe der NATO bzw. der verbündeten Golfmonarchien Katar und Saudi-Arabien bauen. 
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04.11.2012

Vor 60 Jahren flog in der BRD eine staatlich geförderte Untergrundarmee aus alten Nazis auf

[JungeWelt] Zur Verteidigung anstatt zur Aushöhlung der bürgerlichen Demokratie beizutragen, ist für einen Ministerpräsidenten hierzulande längst keine Selbstverständlichkeit.

Insofern nötigt einem die Rede des Georg August Zinn (SPD) vom 8. Oktober 1952 vor dem hessischen Landtag Respekt ab. Es ging um die Enthüllung einer geheimen Armee aus ehemaligen Nazioffizieren, mitfinanziert aus den USA und gedeckt von westdeutschen Stellen. Die Aufdeckung der Strukturen, die erst später mit der NATO und der Geheimarmee Gladio in Verbindung gebracht werden sollten, war ein Affront.

Zinn agierte »ohne Rücksicht auf den sehr starken amerikanischen Druck, der ihn davon abbringen sollte«, so der Historiker Daniele Ganser.1 Der Öffentlichkeit war er dies schuldig, stand doch das politische Klima in Hessen im Spannungsfeld zwischen Fortschritt und Restauration.

Drei Indizien:  
1. In einer Volksabstimmung votierten 1946 zum Mißfallen der US-Militärbehörde 72 Prozent für weitreichende Sozialisierungen.
2. Emil Carlebach, ehemaliger KZ-Häftling und für die KPD im Landtag, wurde auf Anweisung von Militärgouverneur Lucius D. Clay aus der Frankfurter Rundschau entfernt, wie bis 1947 alle kommunistischen Redakteure.
3. Im Landtag gab es eine Mehrheit links der Mitte. Viele Sozialdemokraten, teils aus der Emigration gekommen, strebten einen demokratischen Aufbau an – ohne antikommunistische Schranken.
Mitfinanziert wurde die neofaschistische Organisation von Coca Cola, Bosch, Salamander und Reemtsma. Der einstige NPD-Vorsitzende Adolf von Thadden äußerte 1982, daß der BDJ »selbstverständlich eine rechtsradikale Organisation« war. Die Beziehungen zur Bundesregierung beeinträchtigte das nicht, namhafte Politiker wie Kurt Georg Kiesinger oder Wolfgang Mischnik traten als Redner beim BDJ auf, »Bundeskanzler Adenauer grüßte die Untergrundkämpfer gar per Telegramm auf einer BDJ-Kundgebung und posierte mit zehn Uniformierten zum Fototermin.«2
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18.10.2012

Wann wird der Afghanistan-Krieg beendet? Thomas de Maiziere [ARD] / NATO wechselt Markennamen - aus ISAF wird ITAM



Afghanistan-Krieg 2014: NATO wechselt Markennamen - aus ISAF der NATO wird ITAM  
[aixpaix] 2014 soll aus der ISAF der NATO die ITAM werden. ISAF bedeutete

"International Security Assistance Force". ITAM ist die Abkürzung für "International Training, Advisory and Assistance Mission" – das klingt doch gleich etwas niedlicher und friedlicher. Warum wird aber der Name geändert?
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17.10.2012

Afghanistan-Krieg 2014: NATO wechselt Markennamen - aus ISAF der NATO wird ITAM

[aixpaix] 2014 soll aus der ISAF der NATO die ITAM werden. ISAF bedeutete

"International Security Assistance Force". ITAM ist die Abkürzung für "International Training, Advisory and Assistance Mission" – das klingt doch gleich etwas niedlicher und friedlicher. Warum wird aber der Name geändert?
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04.10.2012

Der konstruierte Bündnisfall / Nach Granatenbeschuss UN-Sicherheitsrat angerufen - Türkei setzt Angriffe auf Ziele in Syrien fort

 [Tagesspiegel] Wut und Empörung herrschen in der Türkei nach dem tödlichen Granatenbeschuss aus Syrien. In einer ersten Reaktion feuerten türkische Streitkräfte in einem Vergeltungsschlag "auf Ziele entlang der Grenze, die mit Radar identifiziert worden seien", erklärte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in Ankara.

Ziel des Vergeltungsschlags sei eine Militärbasis nahe der Grenzstadt Tell Abjad gewesen, hieß es. Dabei seien mehrere syrische Soldaten getötet worden, berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf türkische Sicherheitskreise beziehungsweise eine syrische Menschenrechtsorganisation. Nach Medienberichten wurden die Angriffe den Morgen über fortgesetzt.
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Istanbul - 44 Mitarbeiter von Medien vor Gericht: Angeklagt ist die Meinungsfreiheit
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Full text of Assads interview with Cumhurieyt / Turkish Prime Minister asked not to conduct the interview
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Syriens Exil-Opposition - Lautstark mit eigener Agenda und bestens vernetzt [31. Juli 2012]
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Türkei/Syrien: Konstruierte Erdogan Bündnisfall ? 
[Schweizmagazin] Nachdem eine in Syrien abgeschossene Mörsergrananate fünf Menschen tötete und acht verwundete, hat die Türkei ohne Prüfung wer die Granate abgeschossen hat, Syrien militärisch angegriffen. Jetzt will die Nato zusammentreten und diese mutmasslich fingierte Aktion zum Anlass nehmen, den Bündnisfall auszurufen.
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24.09.2012

Gerichtsurteil gegen US-Agenten - Imam zu Unrecht von CIA entführt

[Taz] Dem am 17. Februar 2003 in Mailand von der CIA auf offener Straße entführten ägyptischen Imam Abu Omar widerfährt Gerechtigkeit. Das italienische Kassationsgericht verurteilte am Mittwoch in letzter Instanz 23 US-Agenten zu Haftstrafen zwischen sieben und neun Jahren.
Aus dem scheinbar folgenlosen Urteil der Vorinstanz – die Verurteilten aus den USA Psind allesamt weit weg – wurde jetzt ein überaus brisanter Richterspruch. Denn zum einen kann es gut sein, dass demnächst die italienischen Mittäter zu Strafen verurteilt werden, die sie effektiv absitzen müssen. Zum anderen gerät Italiens Regierung in große Verlegenheit: Auf der Basis des Urteils müsste sie jetzt die Auslieferung der amerikanischen Täter vorantreiben.
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Italy’s high court upholds convictions of 23 Americans in Abu Omar rendition 
[WashingtonPost] Italy’s highest court on Wednesday upheld the convictions of 23 Americans — nearly all current or former CIA officers — for playing roles in the kidnapping of an Egyptian terrorism suspect in 2003. The Americans face prison sentences ranging from seven to nine years, but they were tried in absentia and are highly unlikely to be extradited.
De Sousa said that the evidence against her was highly circumstantial and that senior U.S. government officials who planned the rendition deserve to be held accountable. Romano said the Italian Supreme Court’s ruling surprised him because prosecutors had asked the judges to drop the charges against him, saying he deserved NATO immunity.

“I am not angry, I am just disappointed. I am saddened,” Romano said Wednesday. “The government of Italy violated [my immunity.] I believe their courts have lost their legitimacy.”

In an interview Wednesday, Spataro applauded the court ruling and said NATO immunity does not protect those who participate in kidnappings.
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Jenks on Italy, the Abu Omar Rendition Prosecution, and Violation of the NATO SOFA
[lawfareblog] The following is a guest post from Chris Jenks. Chris formerly was a Judge Advocate and Chief of the International Law Branch at the U.S. Army’s Office of The Judge Advocate General. Now he is an assistant professor of law and director of the criminal justice clinic at the SMU Dedman School of Law.
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13.09.2012

WAS GESCHAH IN LIBYEN? - Das arabische Erwachen und die Militärintervention der Schutzmächte

[Lettre International] Nun ist Gaddafi tot, und die NATO hat, zum ersten Mal seit dem Sieg des algerischen FLN (Front de Libération Nationale) über Frankreich 1962, einen Krieg in Nordafrika geführt. Der einzig wahre „Staat der Massen“ in der arabischen Welt, die Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Dschamahiriyya, hat ein böses Ende genommen. Im Gegensatz zum unblutigen Staatsstreich vom 1. September 1969, der König Idris stürzte und Gaddafi und seine Kollegen an die Macht brachte, hat die Kombination von Rebellion, Bürgerkrieg und NATO-Bombardierung zum Schutz von Zivilisten mehrere tausend (5 000? 10 000? 25 000?) Todesopfer gefordert, viele tausend Verletzte und Hunderttausende Flüchtlinge hinterlassen sowie massiven Schaden an der Infrastruktur angerichtet. Was hat Libyen als Gegenwert, wenn davon überhaupt die Rede sein kann, für so viel Tod und Zerstörung erhalten, die in den letzten siebeneinhalb Monaten über das Land hereingebrochen sind?
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05.09.2012

Nato-Erklärung: US-Atombomben bleiben in Deutschland

[FR] Außenminister Westerwelle hatte den Abzug der US-Atombomben aus Deutschland zu einem Kernziel seiner Außenpolitik erklärt. Jetzt stellt sich heraus, dass die Bundesregierung bei der Nato eingeknickt ist. Die Waffen bleiben nicht nur, sie werden sogar modernisiert.
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27.08.2012

Doku über militärische Verseuchung: "Sardiniens tödliches Geheimnis" [ZDF]



Ungewöhnlich viele Missbildungen und Krankheiten treten rund um den größten Truppenübungsplatzes der NATO in Europa auf. Uranmunition, Thorium oder Nanopartikel werden als mögliche Ursache untersucht.

Doku über militärische Verseuchung - Alles in die Luft gejagt 

[Taz] Ein Nato-Schießplatz, der auch als Viehweide benutzt wird? Warum eigentlich nicht, kann man sich ja schon mal fragen: Dann findet neben der Ballerei wenigstens noch was Sinnvolles statt, in „Salto di Quirra“, dem größten militärischen Sperrgebiet Europas im Osten Sardiniens.
Das Problem ist nur, was bei der Explosion von Napalm und der Sprengung von Munitions- und Waffenresten aus dem Zweiten Weltkrieg so alles freigesetzt wird; und da haben wir noch nicht von Uranmunition geredet, von Milanraketen der Bundeswehr mit dem hochgiftigen Thorium und auch nicht von bei Belastungstest in die Luft gejagten Gaspipelines.

All das erzeugt tödlichen Staub, der sich in der Luft, im Wasser im Boden und schließlich in der Nahrungskette festsetzt, der Viehzüchter tötet, gespenstisch missgestaltete Lämmer, Kälber und Kinder hervorbringt. Den in Berlin lebenden sardischen Musiker Pitzente Bianco beschäftigt die Frage, was mit Natur, Tier und Mensch rund um „Salto di Quirra“ geschieht, seit vielen Jahren.
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Siegwart-Horst Günther 

[Wikipedia] Siegwart-Horst Günther (* 24. Februar 1925 in Halle a.d. Saale) ist ein deutscher Tropenmediziner und Forscher zum Krankheitsbild durch Uranmunition und lebt in Husum.
1995 sammelte er einige Stücke der von den USA im Irak verschossenen Uranmunition und ließ sie mit einem Diplomatenkoffer nach Berlin bringen. Um einen Nachweis zu erbringen, dass sich bei den Geschossen um die weltweit geächtete DU-Munition handelt, ließ er es in zwei anerkannten Laboren in Berlin untersuchen. Diese beiden voneinander unabhängigen Labore bestätigten die radioaktive Gefährlichkeit dieser Geschosse. Als dies den Behörden bekannt wurde, wurde er verhaftet. Als Grund wurde ihm "unerlaubter Waffenbesitzes und Verbreitung von radioaktivem Material" genannt. Die Haftstrafe wurde später zu einer Geldstrafe von 3000 DM umgewandelt, die er verweigerte. Er musste daraufhin wieder ins Gefängnis und wurde nach einem Hungerstreik und der Stellung einer Kaution fünf Wochen später wieder aus der Haft entlassen.
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29.07.2012

War made easy - Wenn Amerikas Präsidenten lügen [ZDF] [Doku]



So unterschiedlich Amerikas Präsidenten in den vergangenen 50 Jahren auch waren, sie waren in einem alle gleich. Sie alle waren wahre Könner in der Kunst der Lüge, wenn sie das eigene Land zu einem Krieg verführen wollten. Und ihre Methoden glichen sich. Diese "Gehirnwäsche mit Tradition" hat der amerikanische Wissenschaftler Norman Solomon erforscht, und die beiden Dokumentarfilmer Loretta Alper und Jeremy Earp haben dies in einem wunderbar eindrucksvollen Film erzählt.


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10.05.2012

Nato-Projekt Bundestag lässt Drohnen-Etat durchfallen

[Spiegel] Es ist eine Schlappe für die Regierung. Kurz vor dem Nato-Gipfel hat der Haushaltsausschuss den deutschen Anteil an einem gemeinsamen Drohnen-Programm der Allianz nicht genehmigt. Zuletzt hatte sich das Projekt massiv verteuert - was im Parlament für Unmut sorgte.
Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) kündigte kurz darauf im Verteidigungsausschuss an, er werde den Vertrag für AGS beim Nato-Gipfel in Chicago im Mai trotzdem unterschreiben, allerdings unter Vorbehalt.
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Nato-Programm - Deutschland soll halbe Milliarde für Drohnen zahlen

08.05.2012

Nato-Programm - Deutschland soll halbe Milliarde für Drohnen zahlen

[Spiegel] Das Drohnenprogramm der Nato wird für Deutschland viel teurer als geplant und vom Bundestag bewilligt. Weil etliche Bündnispartner abgesprungen sind, soll Berlin die Kostenlücke schließen. Es geht um viele Millionen Euro. weiter:  


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04.05.2012

Ramponiertes Image - Internationaler Strafgerichtshof „Im Namen der Welt“

[Hintergrund] An der Seite der alten Nordmächte klagte der Internationale Strafgerichtshof zu Den Haag bisher ausschließlich Afrikaner an. Mit ramponiertem Image geht er in das zehnte Jahr seines Bestehens. Eine Bestandsaufnahme.
Heute, im zehnten Jahr seines Bestehens, nagen Kritik und Zweifel am Ansehen des Gerichtshofes. Angesichts seiner Tatenlosigkeit „den Völkerrechtsbrüchen der mächtigen Nationen“ gegenüber wird inzwischen gar dessen „Legitimität“ hinterfragt.
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