23.07.2012

Die zweite Karriere des Friedrich Flick


Matthias Fink schürft nach alten Wunden im einstigen Wirtschaftswunderland und rollt den Fall Friedrich Flick wieder auf: ein Unternehmer, der unter den Nazis, unter anderem durch die Ausbeutung von Zwangsarbeitern, das größte Privatvermögen Deutschlands ansammeln konnte und nach dem Ende der Naziherrschaft von den alliierten Westmächten nach nur drei Jahren Haft wieder in den goldenen Sattel gehoben wurde, um der reichste Mann im Wirtschaftswunderland zu werden.


Friedrich Flick
[Wikipedia] Friedrich Flick (* 10. Juli 1883 in Ernsdorf (Siegerland); † 20. Juli 1972 in Konstanz) war ein deutscher Unternehmer. Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges hielt sein Flick-Konzern umfangreiche Firmenbeteiligungen besonders im Rüstungsbereich. Im Flick-Prozess wurde er als Kriegsverbrecher zu sieben Jahren Haft verurteilt. In der Nachkriegszeit begann sein Wiederaufstieg, wobei er zu einem der reichsten Männer der BRD wurde.
Nach 1933 konzentrierte er die Spenden, rund 100.000 Reichsmark im Jahr, auf die NSDAP. Nach Ablauf der vierjährigen Eintrittssperre trat er 1937 der NSDAP bei. 1934 oder 1935 wurde er Mitglied des etwa 40 Personen umfassenden Freundeskreises Reichsführer SS. Am 20. Februar 1933 wurde er zusammen mit Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, Georg von Schnitzler, Fritz Springorum, Ernst Tengelmann, Albert Vögler und anderen Vertretern der deutschen Wirtschaft zum neuen Reichskanzler Adolf Hitler eingeladen.
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Flick-Prozess
[Wikipedia] Flick wurde Ende 1947 zu sieben Jahren Haft verurteilt, kam aber schon Anfang 1950 wieder aus dem Gefängnis heraus.
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Buchempfehlung: Flick: Der Konzern, die Familie, die Macht
[Amazon] Kein Name verkörpert das Drama der deutschen Wirtschaft im 20. Jahrhundert klarer als der Name Flick. Zweimal folgte dem beispiellosen Aufstieg der politische und moralische Bankrott. Unter vier politischen Systemen, vom späten Kaiserreich über die Weimarer Republik und das Dritte Reich bis in die Bundesrepublik, war Flick erfolgreich – und scheiterte doch auf ganzer Linie. Was ihm vorschwebte, war ein gewaltiger Konzern, der generationenübergreifend in Familienbesitz bleiben sollte. Aber nach dem Vater versagten die Söhne.  
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